• Christian Eckardt

Ausgebrannter Autotransporter „Felicity Ace“ im Atlantik gesunken



Am 1. März gegen 9 Uhr Ortszeit ist der ausgebrannte Autotransporter „Felicity Ace“ der japanischen Reederei MOL etwa 100 Seemeilen vor den Azoren im bis zu 4000 Meter tiefen Wasser gesunken. Der Untergang der 2005 erbauten „Felicity Ace“ mit rund 4000 Fahrzeugen an Bord, erfolgte fast zwei Wochen, nachdem im Frachtdeck des Schiffes 90 Seemeilen südwestlich der Azoren ein Feuer ausgebrochen war. Aufgrund der Menge an Luxus-Neuwagen an Bord, dabei soll es sich unter anderem um 1100 Porsche, 186 Bentleys, einige Lamborghinis sowie Audis und zahlreiche Elektromodelle der ID-Familie von VW handeln, wird der Gesamtversicherungsschaden von Experten auf rund 400 Mio. US-Dollar geschätzt. Gerade die in Brand geratenen Elektrofahrzeugen mit Lithium-Ionen-Batterien erschwerten die spätere Brandbekämpfung. Befürchtet wird, dass bereits schon im Vorfeld mit dem Löschwasser giftige Stoffe ins Meer gespült wurden.


Eines der letzten Fotos der portugiesischen Marine der "Felicity Ace" vor dem Untergang


Die 199 Meter lange „Felicity Ace“ war von Emden aus nach Davisville im US-Bundesstaat Rhode Island unterwegs, als am 16. Februar 2022 rund 100 Seemeilen von den Azoren entfernt das Feuer ausbrach. Alle 22 Besatzungsmitglieder verließen schon kurze Zeit später mit den Rettungsbooten das Schiff und konnten durch ein in der Nähe befindliches Frachtschiff aufgenommen und in Sicherheit gebracht werden.


Ein Bergungsteam von Smit Slavage war noch letzte Woche per Helikopter an Bord des treibenden Schiffes gegangen. Es konnte auch eine Schleppleine mit einem Bergungsschlepper verbunden werden. Zuletzt hatte aber starker Seegang die Bergung des Schiffs erschwert, wobei geplant war den Autofrachter entweder zurück nach Europa oder zu den Bahamas zu schleppen.


Der Schaden an dem Schiff war durch den Brand erheblich. Die Bordwand war stellenweise geschmolzen. Der Hafenkapitän von Horta auf den Azoren, Joao Mendes Cabecas erklärte gegenüber portugiesischen Medien: "Das Schiff brannte von einem Ende zum anderen", ab fünf Metern über der Wasserlinie hatte alles Feuer gefangen."


Es ist nicht das erste Mal, dass der Volkswagen-Konzern von einem Brand an Bord eines Transportschiffes betroffen ist. Als die "Grande America" im Jahr 2019 Feuer fing und später in der Biskaya 330 Kilometer vor der französischen Küste sank, gingen mit dem Schiff mehr als 2000 Luxusautos unter - darunter viele Fahrzeuge der Marken Audi und Porsche.

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