• Christian Eckardt

Check-Up für Helgoland-Katamaran „San Gwann“ in Bremerhaven


Aus Cuxhaven kommend traf der zweite Helgoland-Katamaran der Reederei FRS-Helgoline, die „San Gwann“ traf zum alljährlichen planmäßigen technischen check up bei der Bredo Werft im Fischereihafen in Bremerhaven ein. Hier erhält der 51 Meter lange Katamaran unter anderem auch einen neuen Unterbodenanstrich, so dass im Vorfeld der alte Farbanstrich bis auf den Aluminiumrumpf entfernt und anschließend ein neuer, roter Silikonanstrich auftragen wird. Wie eine FRS-Unternehmenssprecherin mitteilte, sind je nach Wetterlage für die Arbeiten zwischen 10 und 12 Tage vorgesehen.


Schon seit dem letzten Jahr verkehrt die „San Gwann“ als Verstärkungsschiff für die FRS-Helgoline zwischen Cuxhaven und Helgoland. Derzeit plant die Reederei nur mit Fahrten mit dem „Halunder Jet“. Abhängig von den aktuellen behördlichen Auflagen und dem Verlauf der Corona-Pandemie soll die „San Gwann“ dann im Laufe der Saison dann täglich um 10 Uhr vom Anleger an der Alten Liebe in Cuxhaven starten und dann nach nur 75 Minuten Fahrtzeit am Südhafen auf Helgoland anlegen.


Der Katamaran „San Gwann“ war bei der Ablieferung 2001 von der norwegischen Fjellstrand Werft mit einer Geschwindigkeit von 40 Knoten eines der schnellsten Fährschiffe weltweit. Angetrieben wird die Fähre von vier MTU-Hauptmaschinen mit einer Leistung von 9.280 kW. Der Katamaran kann regulär bis zu 427 Passagiere und sogar bis zu 20 Fahrzeuge befördern. Das Schiff bietet komfortable Sitze auf zwei klimatisierten Passagierdecks. Es gibt zwei Bar-Theken, eine in jedem Passagierraum. Aktuell sind alle aktuellen Sicherheitsmaßnahmen an Bord umgesetzt worden, um ein gemeinsames, sicheres Reisen ermöglichen zu können. Durch die Reduzierung der maximalen Fahrgäste auf maximal 234 können die gebotenen Mindestabstände zueinander eingehalten werden, teilte die Reederei mit.


Erbaut wurde der Katamaran für einen Fährdienst zwischen Malta und Sizilien, später kam es auch zwischen Venedig und Kroatien zum Einsatz. Im Jahr 2011 verkehrte die „San Gwann“, benannt nach der zweitgrößten Stadt auf der Inselrepublik Malta, für die Reederei Venezia Lines zwischen Bari und Durres in Albanien. Bis 2019 war die „San Gwann“ für die FRS-Tochtergesellschaft FRS Caribbean für einen 2016 eröffneten Fährdienst in der Karibik aktiv und verkehrte zwischen Miami und den Bahamas.

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