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  • AutorenbildChristian Eckardt

Erneuter Auslandseinsatz auf Yachtwerft für Schwerlastponton „BHV Innovation“



Das zur Bremerhavener Rönner-Gruppe gehörende Tochterunternehmen BVT Chartering konnte jetzt erneut einen Auslandsauftrag für den 95,5 Meter langen und 32 Meter breiten Schwerlastponton „BHV Innovation“ für einen Ausdockvorgang verbuchen. In den vergangen zwei Jahren wurden sowohl die drei bei Stahlbau-Nord erbauten Fregatten für die ägyptische Marine als auch eine Megayacht bei Abeking & Rasmussen mit diesem absenkfähigen Schwerlastponton zu Wasser gelassen. Wie ein Sprecher von BVT Chartering nun erklärte, steht erneut ein Auftrag zur Ausdockung einer Megayacht bei der Oceano-Yachtwerft in Rotterdam an.



Am vergangenen Samstagmittag nahm der erst vor zwei Jahren um 25 Meter verlängerte und seitdem auch absenkfähige Schwerlastponton im Anhang des Schleppers „Wulf 9“ der Cuxhavener Schleppreederei Otto Wulf von Bremerhaven aus Kurs auf Rotterdam. Die Überfahrtszeit beträgt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 Knoten rund 48 Stunden. In Rotterdam steht dann in enger Zusammenarbeit mit dem niederländischen Unternehmen HEBO Maritiemservice B.V. ein erneuter Auftrag bei der Oceano-Yachtwerft an. Schon im Januar wurde am Werftstandort in Alblasserdam die dort seinerzeit um 10 Meter verlängerte und nun 105 Meter lange grundüberholte Yacht „H 3“ (ex „Al Mirqab) mit Hilfe der „BHV Innovation“ zu Wasser gelassen werden.


Der schwerlastfähige Ponton „BHV Innovation“ verfügte bislang über 17 Ballasttanks und wurde im Jahr 2011 insbesondere für den Transport von Gründungsstrukturen und Großkomponenten für die seinerzeit schnell wachsende Offshore-Windenergieanlagen in Betrieb genommen. Dieser Ponton mit einer Transportkapazität von über 12.000 Tonnen verfügt über ein glattes Hauptdeck mit integriertem Schienensystem sowie über ein spezielles Kupplungssystem zum Anlegen an der Kaje direkt vor der Lunehalle, sodass das Be- und Entladen mit Hilfe elektro-hydraulischer Schienenfahrzeuge möglich ist. Darüber hinaus ist ein Verladen von Großkomponenten aber auch mit Self-Propelled Modular Transporters (SPMT) sowie Kranen möglich. Der Ponton hat zwei redundante elektrische Diesel-Generatoren, die unabhängig voneinander Ballastpumpen (je 1.200 m³/h) antreiben können.

Im Rahmen des Umbaus vor rund zwei Jahren wurden für einen geplanten Absenkvorgang zudem die weißen, mehrere Meter hohe Auftriebskörper installiert, von denen zwei fest mit dem Ponton verbunden sind, zwei können demontiert werden. Für das Absenken des Pontons werden somit die Ballastwassertanks geflutet so dass sich der Ponton absenkt und das darauf befindliche Fahrzeug zu Wasser gelassen werden kann.


Die vor mehr als 30 Jahren in Bremerhaven gegründete Rönner-Gruppe besteht aus zwölf selbständig arbeitenden Unternehmen an unterschiedlichen Standorten in Deutschland. Der überwiegende Anteil der mehr als 1.000 Beschäftigten arbeitet in Bremen und Bremerhaven. Großes Renommee erwarb sich Stahlbau Nord unter anderem mit dem Neubau des RoRo-Schiffes „Kugelbake“ sowie der Dreimast-Bark »Alexander von Humboldt II«. Seit drei Jahren ist die Rönner-Gruppe nach dem Ausstieg der Petram-Familie nun alleiniger Gesellschafter der Bredo-Dry-Docks mit mehreren Schwimmdocks im Kaiserhafen und Fischereihafen in Bremerhaven. Außerdem gehört die Mützelfeldwerft in Cuxhaven dazu. Nach der Insolvenz der Genting Group gehört nun auch die Lloyd Werft Bremerhaven seit dem Frühjahr 2022 zu gleichen Anteilen der RVV Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (Rönner-Gruppe) und der Gustav Zech Stiftung.



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