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  • AutorenbildChristian Eckardt

Fährlinie von Holland Norway Lines (HNL) fährt ab Mitte April von Cuxhaven statt Eemshaven



Späterer Wechsel nach Emden geplant – weitere Infos im Laufe des Freitags geplant


Das Fährschiff „Romantika“ der niederländischen Reederei Holland Norway Line (HNL) wird ab Mitte April nicht mehr von Eemshaven nach Kristiansand in Norwegen verkehren, sondern weicht nach Deutschland aus. Zunächst wird die Norwegenfähre vorübergehend von Cuxhaven aus verkehren, aber im Laufe des Sommers will man nach Emden umziehen, wie die Reederei jetzt mitteilte. Ob die Fährlinie nochmals nach Eemshaven zurückkehren wird, ist derzeit unklar. HNL prüfe gemeinsam mit der AG-Ems, NPorts und der Stadt Emden die weitere Entwicklung in Emden. Weitere Details zur Zukunft des Fährdienstes werden von HNL am Freitagnachmittag bekannt geben.


Wie die Reederei mitteilt, hat man in den vergangenen Wochen intensiv nach alternativen Häfen gesucht, „die Reisenden Regelmäßigkeit und Berechenbarkeit bieten und damit wieder Abfahrten garantieren“, berichtet Holland Norway Lines in einer kurzen Stellungnahme.


Erst im April letzten Jahres wurde die neue Fährlinie mit der von der Tallink-Gruppe gecharterten „Romantika“ (IMO 9237589) in Betrieb genommen und ist vor allem aus touristischer Sicht ein voller Erfolg. Doch in den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu Abfahrtsausfällen, da für das 193 Meter lange Fährschiff am Anleger im Beatrixhafen in Eemshaven der Liegeplatz nicht mehr zur Verfügung stand. Dieser Schwerlastkai wird seit einiger Zeit von Kunden der Offshore-Windindustrie vermehrt genutzt. Mit dem geplanten Umzug nach Deutschland hofft die Reederei, dieses Problem zu beseitigen und feste Abfahrten wieder zu garantieren.



Bislang wird der Fährdienst von HNL sehr gut angenommen, im ersten Betriebsjahr wurden weit mehr als die prognostizierten 100.000 Fahrgäste befördert. Doch zuletzt mussten 16 Reisen abgesagt werden, da der Anleger belegt war, heißt es.


„HNL hatte einen vorrangigen Vertrag bis Oktober vergangenen Jahres“, betont Hafensprecher Tim Lambeck. „HNL wusste von den ersten Gesprächen im Jahr 2020, dass der Vertrag auslaufen würde, dass der Kai ab Januar 2023 mit anderen vorfahrtsberechtigten Schiffen geteilt werden müsste und man deshalb einen eigenen Kai bauen müsste. Das kann nicht überraschen.


Schon mehrfach wurden in den vergangen Jahren immer wieder Fährlinien von deutschen Nordseehäfen nach Norwegen geplant. Der letzte Fährdienst wurde vor über 40 Jahren eingestellt. Vom Fährhafen in Cuxhaven verkehrte die norwegische Reederei Det Bergenske bis zum Sommer 1976 mit dem Fährschiff „Jupiter“ nach Bergen in Norwegen. Später wurde der Fährdienst von der etwas größeren "Blenheim" in den Sommermonaten fortgeführt und zum Ende der Sommersaison 1979 gänzlich eingestellt.


In den folgenden Jahrzehnten gab es dann immer wieder Überlegungen, einen Fährdienst vom stillgelegten Fähranleger der Englandfähre am Nordende der Columbuskaje in Bremerhaven nach Arendal in Norwegen einzurichten, doch umgesetzt wurde dies nicht. Mittlerweile ist der Fähranleger im Zusammenhang mit dem Neubau der Columbuskaje nicht mehr existent. Zuletzt gab es im Jahr 2019 Überlegungen von Nordfrost zwischen Wilhelmshaven und Norwegen einen Fährverkehr einzurichten. Hierfür sollte das firmeneigene Hafengrundstück samt RoRo-Anlage genutzt werden und ein Schiff gechartert werden - doch umgesetzt wurde auch diese Idee nicht.




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