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  • Christian Eckardt

Farbe Gelb bestimmt derzeit die Dockliegeplätze bei Bredo Dry Docks



Gleich zwei maritime Fahrzeuge sorgen mit ihrem knallgelben Anstrich für etwas Farbe in den derzeit meist trüben und grauen Tagen auf den Dockanlagen bei Bredo Dry Docks in Bremerhaven.


Hier wurde zunächst für Dockarbeiten der 76 Meter hohe niederländische Schwimmkran „Hebo 9“ im Schwimmdock V im Kaiserhafen für mindestens eine Woche trockengestellt. Seit Anfang 2018 gehört der Schwimmkran mit einer Hebekraft von maximal 800 Tonnen dem niederländischen Unternehmen HEBO Maritiemservice BV und wird vor allem entlang der Nordsee- aber auch der Ostseeküste eingesetzt. So kam der Schwimmkran im Winter 2020 bei der Bergung der beiden im Rostocker Hafenbecken B havarierten Hafenmobilkrane bei Liebherr-MCCtec Rostock GmbH zum Einsatz.


Zum Leistungsvergleich, der stärkste deutsche Schwimmkran „Enak“ der Hamburger Reederei, der 1967 in Blexen auf der Gutehoffnungshütte erbaut wurde, hat eine maximale Hebekraft von 600 Tonnen.


Gebaut wurde der ursprünglich blaurot gestrichene Schwimmkran 1998 auf der südkoreanischen Werft Hyup Sung Shipbuilding & Eng. Co., Busan als „Samson“ für das dänische Unternehmen DBB Salvage, (Dansk Bjergning og Bugsering A/S), Aarhus, der seinerzeit der größte Schwimmkran Dänemarks war, und vor allem in der Offshore-Windindustrie zum Einsatz kam. Der 67 Meter lange und 27 Meter breite Kranponton verfügt über einen eigenen Schottel-Ruderpropeller Antrieb und ist mit einem dynamischen Positionierungssystem (DP1) ausgestattet.


Zwischenzeitlich traf bei Bredo Dry Docks im Betrieb im Bremerhavener Fischereihafen das zweite knallgelbe Fahrzeug, der norwegische Offshore-Versorger „Aurora Diamond“, für eine Werftliegezeit ein. Dieses 2013 erbaute Fahrtzeug gehört der erst 2021 gegründeten norwegischen Aurora Offshore AS, ein Tochterunternehmen der Borealis Maritime Group.









Gebaut wurde dieser 80 Meter lange Offshore-Versorger vom Typ PSV 3300 mit Dieselelektrischem Antrieb bei der Damen Shipyards Galati in Rumänien als „World Diamond“ und war seinerzeit das erste von sechs baugleichen Schwesterschiffen, die für die norwegische Gesellschaft World Wide Supply geliefert wurde. Schon zwei Jahre nach der Ablieferung musste die „World Diamond“ zusammen mit dem Schwesterschiff „World Pearl“ aufgrund des damals schwachen Offshore-Marktes wieder vom Markt genommen werden und wurde anschließend für mehr als drei Jahre in Norwegen aufgelegt. Die Schiffe dieser Serie verfügen neben einer 730 Quadratmeter großen freien Decksfläche unter anderem auch über eine Feuerlöscheinrichtung und über Unterbringungsmöglichkeiten für 16 Crewmitglieder und 6 Gäste an Bord.







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