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  • AutorenbildChristian Eckardt

Fassmer baut LNG-Mehrzweckschiff für die deutsche Zollbehörde



Die Fr. Fassmer GmbH & Co. KG hat den Auftrag für ein 67 Meter langes LNG-Mehrwachenschiff für den deutschen Zoll erhalten. Bei der Auslieferung zum Ende des Jahres wird dieses noch namenlose Schiff dann das größte in der Flotte der Generalzolldirektion sein und somit das zukünftige Flaggschiff.

Ausgestattet mit einem LNG-Antrieb, zwei 7500 kW leistungsstarken MTU-Hauptmotoren und zwei MTU-Hilfsaggregaten wird die Maximalgeschwindigkeit des Zollneubaus 23 Knoten betragen.


Neben der hochentwickelten Technologie bietet das Schiff genügend Raum für Crew und Ausrüstung, was seine mehrwöchige Einsatzfähigkeit auf See verstärkt. Zusätzliche Einsatzboote in den Davits auf dem Achterdeck, die ebenfalls von Fassmer stammen, steigern die Flexibilität für Boarding-Manöver und Kontrollfahrten.

Die Fassmer-Werft ist ein seit Jahren bekannter Hersteller von Patrouillen- und Polizeibooten für deutsche und internationale Kunden. Im Laufe der Jahre wurde dabei eine große Anzahl flexibler Schiffsentwürfe erarbeitet, die zu einer breiten Palette möglicher Anwendungen passen und jederzeit kurzfristig produziert werden können. Zuletzt hatte die Werft vier 86-Meter lange Einsatzschiffe aus der „Potsdam-Klasse“ für die Bundespolizei abgeliefert.


Aufgaben Kontrolleinheit See beim Zoll


Die deutschen Kontrolleinheiten See, früher auch „Wasserzoll“ genannt, sind Bestandteil des Grenzaufsichtsdienstes der Bundeszollverwaltung und zuständig für die zollrechtlichen Belange auf den deutschen See- und Wasserstraßen und an den Seegrenzen.

Bei der Kontrolleinheit See versehen rund 400 Zöllner und Zöllnerinnen ihren Dienst. Es stehen 31 Zollboote, davon zwei SWATH-Boote, zur Aufgabenerfüllung zur Verfügung. Die Zöllnerinnen und Zöllner patrouillieren dabei nicht nur im Küstenmeer, sondern auch in der weit in die Nordsee beziehungsweise Ostsee hineinreichenden Ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands. Das Einsatzgebiet erstreckt sich auf circa 3.660 Kilometer deutsche Küstenlinie, auf 15.055 Quadratkilometer Küstenmeer sowie auf die Ausschließlichen Wirtschaftszonen der Bundesrepublik Deutschland mit einer Fläche von 48.050 Quadratkilometern und rund 400.000 Schiffsbewegungen in Nord- und Ostsee im Jahr. Zudem gehört auch der Bodensee zum Einsatzgebiet der maritimen Kontrolleinheiten. Seit 2018 erfolgte bei den Schiffen des Zolls eine Farbumstellung von bisher grün-weiß auf blau-grau.

Der Zoll verhindert auch auf See den Schmuggel, überwacht den Warenverkehr im Hinblick auf Verbote und Beschränkungen (zum Beispiel Waffen und Betäubungsmittel) und erhebt Zölle, Verbrauchsteuern sowie die Einfuhrumsatzsteuer. Neben diesen klassischen Aufgaben des Zolls nehmen die Beschäftigten auf den Schiffen als Teil des Koordinierungsverbunds der Küstenwache Deutschlands gemeinsam mit anderen Behörden die Grenzaufsicht an den EU-Außengrenzen auf dem Wasser wahr. Zudem gehören auch der Umweltschutz auf See und natürlich die Hilfeleistung in Seenotfällen zu den Aufgaben des Zoll.


Rendering: Fassmer-Werft

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