• Christian Eckardt

FRS-Iberia startet neuen Fährdienst zwischen den Balearen


Katamaran „San Gwann“ wechselt von Cuxhaven nach Ibiza


Wie die FRS-Reederei, Flensburg, jetzt mitteilte, wird noch in diesem Monat auf den Balearen von dem Tochterunternehmen FRS Iberia eine neue PKW- und Passagierfährroute zwischen Alcudia (Mallorca) und Ciutadela (Menorca) aufgenommen. Anfang Juni wird FRS Iberia dann auch den Fährbetrieb zwischen den Inseln Ibiza und Formentera aufnehmen. FRS Iberia mit Sitz in Tarifa ist seit 2000 in Spanien tätig und führt neben den Fährlinien vom spanischen Festland (Huelva) zu den Kanarischen Inseln auch den Fährverkehr auf der Straße von Gibraltar, insbesondere zwischen Häfen von Algeciras, Ceuta und Melilla, sowie auch nach Tanger in Marokko durch.


Die Aufnahme dieser neuen Routen zwischen den Balearen ist eine Fortsetzung der Expansionsstrategie von FRS, die im vergangenen Jahr mitten in der Pandemie begann. Im Jahr 2020 erwarb FRS zwei Schifffahrtsunternehmen und eine neue Seeroute in Nordeuropa und bekräftigte damit sein Engagement für stark nachgefragte Schifffahrtslinien in Spanien, Deutschland, Schweden und Finnland. Derzeit ist die FRS-Schifffahrt in 12 verschiedenen Ländern präsent und tätig.


Wir sind unglaublich dankbar für die Unterstützung und Zusammenarbeit mit den Behörden auf den Balearen zum Start dieser neuen Routen", sagte Ronny Moriana, Geschäftsführer von FRS Iberia. "Wir wurden während dieses Prozesses mit offenen Armen empfangen und freuen uns darauf, unseren Ruf bei den Passagieren in der Region als vertrauenswürdiger sicherer kommerzieller Fähr- und Schifffahrtsbetreiber weiter auszubauen."


FRS hat für die Strecke Alcudia-Ciutadela die 86 Meter lange Hochgeschwindigkeits-Schnellfähre „Tarifa Jet“ zugewiesen, die für die Strecke eine Fahrtzeit von rund 75 Minuten benötigt. Der Incat-Katamaran „Tarifa Jet“ kann bis zu 777 Passagiere und 175 Fahrzeuge befördern. Darüber hinaus verfügt der Katamaran über eine MyCare-Zertifizierung gegen Covid-19 mit verstärkter Hygiene und persönlichen Abstandsmaßnahmen mit maximalen Hygienegarantien.


Weiterhin wird die 51 Meter lange Schnellfähre „San Gwann“, die im letzten Jahr noch als Verstärkungsschiff zwischen Cuxhaven und Helgoland verkehrte, auf die Balearen verlegt und demnächst auf der Strecke zwischen Ibiza - Formentera zum Einsatz kommen.

Die „San Gwann“ befand sich noch bis vergangen Freitag auf der Bredo-Werft in Bremerhaven und kehrte mittlerweile nach Cuxhaven zurück. Wie eine FRS-Sprecherin mitteilte, wird der Katamaran in den nächsten Tagen auf eigenem Kiel in Richtung Balearen aufbrechen.

Der Katamaran „San Gwann“ war bei der Ablieferung 2001 von der norwegischen Fjellstrand Werft mit einer Geschwindigkeit von 40 Knoten eines der schnellsten Fährschiffe weltweit. Angetrieben wird die Fähre von vier MTU-Hauptmaschinen mit einer Leistung von 9.280 kW. Der Katamaran kann regulär bis zu 427 Passagiere und sogar bis zu 15 Fahrzeuge befördern. Das Schiff bietet komfortable Sitze auf zwei klimatisierten Passagierdecks. Es gibt zwei Bar-Theken, eine in jedem Passagierraum.


Erbaut wurde der Katamaran ursprünglich für einen Fährdienst zwischen Malta und Sizilien, später kam er auch zwischen Venedig und Kroatien zum Einsatz. Im Jahr 2011 verkehrte die „San Gwann“, benannt nach der zweitgrößten Stadt auf der Inselrepublik Malta, für die Reederei Venezia Lines zwischen Bari und Durres in Albanien. Bis 2019 war die „San Gwann“ für die FRS-Tochtergesellschaft FRS Caribbean für einen 2016 eröffneten Fährdienst in der Karibik aktiv und verkehrte zwischen Miami und den Bahamas.

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