• Christian Eckardt

Großcontainerschiff „Mumbai Maersk läuft auf Grund Update: Verstärkung aus Holland wird erwartet



Havariekommando übernimmt Gesamteinsatzleitung


In der Nacht des 2. Februar gegen 23:05 Uhr ist das 2018 erbaute Containerschiff „Mumbai Maersk der dänischen Reederei Maersk bei der Ansteuerung in die Wesermündung vor Wangerooge auf Grund gelaufen. Das 399 Meter lange und 59 Meter breite Schiff mit einer Kapazität von rund 14.000 TEU war auf dem Weg von Rotterdam nach Bremerhaven.

Das Havariekommando in Cuxahven hat nach Ersuchen der Verkehrszentrale Bremerhaven die Gesamteinsatzleitung übernommen.


Zunächst wurden die Mehrzweckschiffe „Neuwerk“ und „Mellum“ sowie weitere 5 Schlepper an die Unfallstelle beordert. Ein Towing Assistance Team ging zur Unterstützung an Bord des Havaristen. Ein erster Versuch in den frühen Morgenstunden das Schiff ins tiefere Fahrwasser zu schleppen war erfolglos.


Das Havariekommando arbeitet eng mit der Reederei des Containerschiffes zusammen und erarbeitet derzeit ein Bergungskonzept.


Fotos: Havariekommando


Nachdem der erste Schleppversuch dann aber aufgrund des ablaufenden Wassers in den Mittagsstunden abgebrochen werden musste, werden derzeit die Planungen für einen weiteren Schleppversuch intensiviert und Planungsdetails ausgearbeitet.

Ein Peilschiff wurde bereits an die die Unfallstelle geordert, um aktuelle Informationen zu den Wassertiefen zu erhalten. Ein On Scene Coordinator (OSC) vom Havariekommando ist vor Ort und koordiniert die geplanten Maßnahmen.


Der Reeder des in der Nordsee auf Grund gelaufenen Großcontainerschiffs hat zwischenzeitlich mit einem Bergungsunternehmen einen Vertrag abgeschlossen.

Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen und der leistungsstarke Schlepper „Sovereign“ (182 to Pfahlzug) aus Rotterdam kommend vor Ort sind, soll bei optimalen Wasserständen ein weiterer Bergungsversuch gestartet werden.


Update 1:


Wie das Havariekommando in Cuxhaven am Nachmittag dann mitteilte, laufen die Vorbereitungen für das Freischleppen

Das Nachthochwasser am 4.2. wird einen halben Meter über Normal erwartet. Das Peilschiff

ZENITH hat die Wassertiefen rund um den Havaristen aufgenommen.


Die von der Reederei beauftragte Bergungsfirma entsendet zwei Spezialschlepper zur

Unfallstelle. Hierzu sind die beiden Offshore Schlepper UNION SOVEREIGN (178 t

Pfahlzug) und UNION MANTA (205 t Pfahlzug) auf dem Weg zum Havaristen. Die

UNION SOVEREIGN wird am Nachmittag eintreffen, die UNION MANTA gegen Mitternacht.

Unterstützt werden die beiden Schlepper von weiteren Assistenzschleppern.

Foto: Kustwacht Nederland/Flying Fox


Die Bergungsfirma hat bereits Fachleute auf dem Havaristen abgesetzt, um den Freischleppversuch für die Nacht vorzubereiten. Der On Scene Coordinator des Havariekommandos ist auf dem Mehrzweckschiff NEUWERK vor Ort. Das Towing Assistance

Team des Havariekommando befindet sich weiterhin auf der NEUWERK und steht zur

Unterstützung der Bergungsarbeiten zur Verfügung.

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