• Christian Eckardt

Heavy-Lift Carrier „Happy Sky“ übernimmt Monopiles bei Steelwind in Nordenham



Bei Steelwind Nordenham an der Unterweser hat jetzt der Heavy-Lift Carrier HAPPY SKY zwei rund 60 Meter lange stählerne Gründungsfundamente, so genannte Monopiles, für einen 640 MW-Offshore-Windpark in Taiwan übernommen.Die 2013 von der indischen Werft Larsen & Toubro abgelieferte HAPPY SKY mit der finnisch/schwedischen Eisklasse 1A ist ihren beiden vom niederländischen Produzenten Huisman erbauten 900 mit Schwerlastmastkranen eines der Flaggschiffe der niederländischen BigLift Flotte. Als Reaktion auf die Marktanforderungen sind die Kransockel bei diesem Schiff somit 4 Meter höher als in den ursprünglichen Plänen, was dem Schiff in der weltweiten Flotte der Schwergutschiffe eine unübertroffene Hebehöhe verleiht. Die HAPPY SKY ist 155 m lang und hat 18.680 dwt. Durch das weit vorn aufgesetzte Deckshaus ergibt sich ein einziger, großer Laderaum und eine breite, offene Deckfläche. Sie verfügt über klappbare Lukenabdeckungen und Frachtschienen, die die gesamte Deckfläche des Schiffes für die Ladungslagerung zur Verfügung stellen. Das Tween-Deck der bis zu 17 Knoten schnellen HAPPY SKY ist höhenverstellbar und kann mit offenen Wetterdeckluken bei einem Tiefgang von bis zu 7,5 Metern verkehrten. Für den rund 9.200 Kilometer langen Seetransport der Monopiles von der Wesermündung über den Suez Kanal nach Taiwan werden rund 45 Tage eingerechnet.



Seit dem Herbst 2019 schon werden die im Auftrag für YunNeng zu bauenden Monopiles für den Windpark „Yunlin“ vor der Westküste Taiwans auf unterschiedliche Schwergutschiffe verladen. Steelwind hatte im letzten Sommer den Auftrag erhalten, bis zum Sommer 2020 insgesamt 40 Monopiles zu fertigen. Weiterhin produziert Steelwind 120 vorgefertigte Segmente für Formosa Heavy Industries (FHI) Corporation in Mailiao, die aus den Segmenten weitere 40 Monopiles zusammensetzen wird. Die teilweise bis zu 100 Meter langen und 2000 Tonnen schweren Stahlfundamente mit einem Durchmesser von bis zu 10 Meter sind die weltweit größten und schwersten ihrer Art.

Schon im Sommer 2019 musste die Stadt Nordenham, in deren Eigentum sich die Pier bei Steelwind befindet, entsprechende Poller für die Festmacherleinen nachrüsten, damit die großen Frachtschiffe an der 200 Meter langen Steelwind-Pier mit den beiden jeweils 800 Tonnen tragenden Schwerlastkranen auch fest vertäut werden können.Der Offshore-Windpark Yunlin befindet sich rund 8 km vor der westtaiwanesischen Küste. Die Wassertiefe dort reicht von 8,5 bis 38 m. Aufgrund der Bodenverhältnisse werden die Monopiles somit zwischen 60 bis 98 Meter lang sein.Durch diesen Auftrag war für zunächst für ein Jahr Vollbeschäftigung bei Steelwind in Nordenham-Blexen sichergestellt. Weiterhin liefert ein weiterer norddeutscher Windkraftproduzent für den Windpark „Yunlin“ zu, denn von Siemens Gamesa aus dem neuen Werk in Cuxhaven stammen die 8-Megawatt-Turbinen, die ab dem Frühjahr 2020 installiert werden.


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