• Christian Eckardt

Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 1“ führt mitten auf dem Atlantik Rettungsaktion für havarierte Segelya




Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 1“ wurde auf der Rückfahrt aus der Karibik nach Bremerhaven inmitten des Atlantiks zu einer Rettungsaktion für die Crew einer havarierten Segelyacht gerufen. Bei der Segelregatta Atlantic Rally for Cruisers (ARC) kam am vergangen Wochenende offenbar ein Mensch ums Leben. Nach Informationen mehrerer Medienberichte handelte es sich dabei um einen von drei Franzosen an Bord der Segelyacht „Agecanonix“. In der Nacht zum Samstag geriet diese bei der geplanten Atlantiküberquerung von Gran Canaria nach Saint Lucia in der Karibik in der Nähe der portugiesischen Insel Madeira wegen stürmischen Wetters bei Windstärken bis 8 in Seenot.

Dabei soll das verstorbene Crew-Mitglied in der Nacht von einem umstürzenden Segelbaum am Kopf getroffen. Zwar konnten die beiden weiteren Skipper verhindern, dass der Franzose ins Wasser fiel, doch er starb an den Folgen des Schlags.


Laut eines Berichts des italienischen Segelmagazins Giornale della Vela konnten seine beiden Begleiter zwar verhindern, dass der Franzose ins Wasser fiel. Der Darstellung nach starb dieser jedoch an den Folgen des Schlags.


Als einziges Schiff befand sich die „Mein Schiff 1“ in der Nähe des Unglücksortes. Somit änderte das Kreuzfahrtschiff mit seinen rund 1.450 Passagieren seinen Kurs und fuhr zur Yacht, die zuvor ein Notrufsignal abgegeben hatte.


Nach Informationen von Gästen von Bord der „Mein Schiff 1“ informierte der Kapitän die Passagiere darüber, dass er einen Notruf erhalten habe und man mit voller Kraft zu der letzten gemeldeten Position des Segelschiffs fahre werde, um die Rettungsaktion durchzuführen. Zu diesem Zeitpunkt war ihm schon bekannt, dass ein Crewmitglied der Segelyacht bereits verstorben war. Am Freitagabend erreichte die „Mein Schiff 1“ die Position der Segelyacht, jedoch konnte man aufgrund des hohen Wellenganges die Crewmitglieder nicht retten. Die schwierige Rettungsaktion wurde dann am Samstagmorgen erfolgreich fortgesetzt. Zwar wie der Kapitän die Passagiere darauf hin, doch bitte keine Video- und Fotoaufnahmen von der Rettungsaktion zu fertigen, doch schon nach kurzer Zeit tauchten hierzu die ersten Fotos in den sozialen Netzwerken auf.


Durch den Rettungseinsatz verschob sich dann die weitere Terminplanung für die Rückreise der „Mein Schiff 1“, so dass der letzte Stopp dieser 35-tägigen Langzeitreise in Madeira sich um einen Tag, von Montag auf Dienstag verschiebt. Von dort geht es dann direkt weiter nach Bremerhaven, wo das Schiff am kommenden Sonntag (5. Dezember) aus der Karibik zurückerwartet wird.


Bei der semi-professionellen Segelregatta ARC, die einmal jährlich stattfindet, überqueren die Teilnehmer von Gran Canaria aus den Atlantik. Der Zielhafen liegt in der Bucht Rodney Bay auf der Karibikinsel Saint Lucia. Giornale della Vela zufolge hatte sich die Crew der „Agecanonix“ für einen Kurs nördlich der Rhumb-Linie entschieden, „um leichte Winde zu vermeiden“, die auf der Südroute bei Cape Green vorherrschten.

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