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  • AutorenbildChristian Eckardt

Magistrat finanziert dringende Kessel-Reparaturen am Dampf-Eisbrecher "Wal"


©Magistratspressestelle/Johanna Geimer


Pressemitteilung des Magistrats der Stadt Bremerhaven:


Einer der Kessel weist so umfangreiche Schäden auf, dass das Schiff nicht mehr fahrbereit ist. Der Magistrat hat am Mittwoch der Finanzierung der notwendigen Reparaturen zugestimmt. „Wir erhalten so ein wichtiges Stück unseres maritimen Erbes“, erklärt Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz.

Die 1938 in Dienst gestellte "Wal" ist das einzig noch aktive große Dampfschiff an der deutschen Nordsee. Der Verein SCB Schiffahrts-Compagnie Bremerhaven e. V. (SCB) betreibt als gemeinnütziger Verein die beiden Traditionsschiffe Dampf-Eisbrecher "Wal" und die Hafen-Barkasse "Quarantäne", das ehemalige Dienstboot des Bremerhavener Hafenarztes. Der Verein finanziert den Unterhalt der „Wal“ neben Spendengeldern durch Törnfahrten und Gästebewirtungen. Wegen der Corona-Pandemie musste die SCB allerdings hohe Umsatzeinbußen hinnehmen. Zudem sorgt die Energiekrise für deutlich gestiegene Kosten. „In dieser Situation ist jetzt auch noch einer der beiden Kessel so stark beschädigt, dass die „Wal“ nicht mehr fahrbereit ist“, erklärt Grantz.

Weil die "Wal" als maritimes Kulturdenkmal aber ein wichtiges Zeugnis der Technik-Geschichte sowie der technischen Entwicklung sei und an die maritime Geschichte und Tradition Bremerhavens als Schiffbau- und Hafenstandort anknüpfe, habe der Magistrat entschieden, die Kosten für die Kesselreparatur zu übernehmen.

Nach derzeitigem Stand müssen insgesamt 36 der knapp 470 Kesselsiederohre erneuert werden. Die kalkulierten Kosten belaufen sich auf rund 165.000 Euro, die das Referat für Wirtschaft, Tourismus und Wissenschaft aus der kapitelbezogenen Rücklage „Tourismusförderung“ finanziert. „Neben dem historischen Wert ist die „Wal“ auch von großer touristischer Bedeutung und verkörpert das „Hafenerlebnis. Mit ihrem Betrieb trägt die „Wal“ außerdem dazu bei, die Traditionsschifffahrt als maritimes Kulturgut zu fördern und über die Vermittlung historischer Schiffsbetriebstechnik und traditioneller Seemannschaft, die traditionelle Seeschifffahrt für die Allgemeinheit erlebbar zu machen“, begründet Grantz die Entscheidung.

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