• Christian Eckardt

Meyer-Neubau „Odyssey of the Seas“ startete zur Probefahrt - Rückkehr nicht vor dem 23.3.2021


Der jüngste Kreuzfahrtneubau der Papenburger Meyer Werft, das Kreuzfahrtschiff „Odyssey of the Seas“ startete von der Bremerhavener Columbuskaje am frühen Sonntagabend, 14. März, zu einer ausführlichen Probefahrt starten. Nach derzeitigen Planungen soll das 345 Meter lange Kreuzfahrtschiff um den 23.März wieder in die Seestadt zurückkehren. Aktuell absolviert das Schiff im Skagerrak, mitten zwischen Dänemark und Norwegen im Tiefwasser auch einige Geschwindigkeitstests, auf denen lt. dem Tracking auf Marinetraffic bei einem Tiefgang von 8,8 Meter Geschwindigkeiten von bis zu 22 Knoten erreicht wurden.

Auf dem Programm der Probefahrt stehen technische und nautische Erprobungen auf der Nordsee. In den vergangenen Tagen sind weitere Personen sowie benötigtes Material an Bord gekommen. Das neue Kreuzfahrtschiff wird nach dem Abschluss des Testprogramms wieder zurück an der Bremerhavener Columbuskaje erwartet. An Bord laufen währenddessen die letzten Arbeiten im Innenausbau, um die „Odyssey of the Seas“ in wenigen Wochen an die Reederei abzuliefern. Die Teams von Werft, Lieferanten sowie der Reederei und der Klassifikationsgesellschaft arbeiten Hand in Hand an der erfolgreichen Fertigstellung des Schiffes, so die Werft.



„Die Odyssey of the Seas wird das dritte Kreuzfahrtschiff sein, das wir während der Pandemie abliefern. Das ist eine enorme Leistung, die nur durch das weitsichtige und verantwortungsvolle Handeln aller Menschen auf der Werft und an Bord möglich ist“, sagt Thomas Weigend, Geschäftsführer der Meyer Werft. „Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig es ist, schnell und transparent zu handeln. Wir haben eine Verbreitung des Virus verhindert und können deshalb nun zur Probefahrt starten. Wir alle an Bord sind froh, dass wir nun diesen wichtigen Schritt machen können. Mit den Erfahrungen aus den letzten Tagen sind wir nun noch besser aufgestellt, um dem Virus zu begegnen“, erklärt Projektleiter Thorsten Kroes. Zu dem Sicherheitskonzept mit umfangreichen Schutzmaßnahmen an Bord gehört unter anderem eine Task Force zur Unterstützung an Bord, um kurzfristig weitere Maßnahmen auszuarbeiten und umzusetzen. Ziel ist es, die Anzahl an Kontaktpersonen noch weiter zu reduzieren.

Täglich findet weiterhin ein Antigen-Test der mehreren hundert Personen an Bord statt. Neue Personen dürfen nur an Bord gehen, wenn sie einen PCR-Test vorlegen können, der nicht älter als 48 Stunden ist. Alle Personen sind angehalten, Hygienemaßnahmen und Abstände an Bord strikt einzuhalten sowie Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Die Werft betonte nochmals, dass ihre Lieferanten und die Reederei mit den zuständigen bremischen Behörden sehr eng und intensiv zusammenarbeiten.


Die „Odyssey of the Seas“ war vor rund zwei Wochen über die Ems in die Nordsee überführt worden. Bei zwei Arbeitern seien dann nach der Ankunft in Bremerhaven Covid-19-Infektionen festgestellt worden. Zwei Dutzend Mitarbeiter seien daraufhin als Kontaktpersonen in Quarantäne gekommen. Später haben sich zwei Fälle bestätigt. Fünf weitere Infektionsfälle sind dann am vergangen Wochenende unter den in Quarantäne befindlichen Personen hinzugekommen. Die Infizierten wurden von Bord geholt worden und befanden sich dann für die Quarantäne in einem Hotel in Bremerhaven. Weitere Coronafälle hatte es dann aber unter dann Mannschaft seit Tagen nicht mehr gegeben. Durch die Vorfälle mit den Corona-Infizierten geriet dann der Fahrplan für die erste Werftprobefahrt durcheinander, die ursprünglich schon letzte Woche starten sollte.

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