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  • AutorenbildChristian Eckardt

Mittlerer Teil des Seedeichs im Fischereihafen wird ertüchtigt



Pressemitteilung von Bremenports vom 12.04.2023:


Mit dem Mittleren Seedeich wird in den kommenden Jahren der letzte bislang noch nicht ertüchtigte Deichabschnitt in Bremerhaven-Fischereihafen neu gebaut.

Der Ausbau erfolgt nach den Vorgaben der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Der Generalplan Küstenschutz der Bundesländer Bremen und Niedersachsen berücksichtigt dabei die aktuellen Berechnungen zur zukünftigen Klimaentwicklung.

In den vergangenen Jahren hatte bremenports den Nördlichen Seedeich ertüchtigt und den technischen Hochwasserschutz auf der Columbusinsel erneuert. Die Hochwasserschutzlinie in Bremerhaven verläuft über insgesamt 22 Kilometer vom Naturschutzgebiet Luneplate aus bis hin zum Nordende des Containerterminals.

Ab Mitte April werden vorbereitende Arbeiten wie die Verbreiterung der Straße am Seedeich durchgeführt. Mit den ersten am Arbeiten direkt am Deich wird Anfang Mai begonnen. Insgesamt beträgt die Bauzeit ca. 3 Jahre. Die Fertigstellung ist für 2025 vorgesehen. Die Arbeiten werden auf Grund der Sturmflutzeit, jeweils vom 01. Oktober bis zum 30. April ruhen.

Die Ausbauhöhe beträgt 8,40m über Normalhöhennull. Um die Belastung am Deich zu reduzieren, wird die Außendeichsneigung flacher ausgestaltet. Am Fuße des Deiches wird zudem das Deckwerk umfassend verstärkt. Der Deichfuß wird mit einer Vorlage aus Wasserbausteinen ausgestaltet, damit er den täglichen Tidebelastungen standhalten kann.

Die Bauarbeiten erfolgen insgesamt auf einer Länge von ca. 1,4km. Für die Transportarbeiten wird die Straße „Am Seedeich“ zum Beginn der Arbeiten temporär verbreitert, damit die Auswirkungen auf den normalen Straßenverkehr so gering wie möglich gehalten werden. Für die umfangreichen Transportarbeiten wird südlich im Projektgebiet eine temporäre Baustraße durch bzw. über den Deich gebaut, die im Winter umfangreich gesichert wird.

Für die Herstellung werden ca.

• 43.000 m³ zusätzlicher Klei eingebaut

• 20.000m³ Wasserbausteine eingebaut. Davon werden ca. 19.000m² mit einer Suspension aus Zementmörtel verklammert um die Lage zu sichern

• 11.500m² Deckwerksteine zur Wellenüberschlagsicherung verlegt

• 3.600m² Deckwerksteine für den Bau des Treibselräumweges verlegt

• 36.000m² Vliesstoff zur Sicherung des Bodens verbaut

• 4.200m² Asphalt für den neuen Deichkronenweg eingebaut

Im Rahmen des Projektes werden zudem die vorhandenen Befestigungen und Wege recycelt und als Mineralgemisch für die Straßenbauarbeiten am Deich wieder verwendet, um dem nachhaltigen Gebrauch von Baumaterialien gerecht zu werden.

Für die Zeit der Bauarbeiten kann der Deich nicht von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden. In dem Bereich müssen die Fußgänger und Radfahrer auf die öffentlichen Fußwege bzw. die Straße Am Seedeich ausweichen.

Trägerin des Vorhabens und damit Antragstellerin für das Genehmigungsverfahren ist die Freie Hansestadt Bremen (Land), vertreten durch die Senatorin für Wissenschaft und Häfen (SWH). Die Kosten für den Ausbau betragen knapp 9,0 Mio. Euro netto. Die Finanzierung erfolgt zu 70 Prozent aus Bundesmitteln. Die Differenz wird vom Land aufgebracht.

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