• Christian Eckardt

SEUTE DEERN wurde an Baltimore-Pier verholt


Die kläglichen Überreste des ehemaligen Museumsschiffes SEUTE DEERN sind am Freitag, 27.3.2020 erfolgreich von seinem bisherigen Liegeplatz im Alten Hafen vor dem Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte an das südliche Ende des Museumshafens, zur so genannten Baltimore-Pier, verholt worden. Nach Fertigstellung einer provisorischen Dockgrube sind jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen, das 100 Jahre alte Segelschiff an der Baltimore-Pier zu demontieren. Den Auftrag dazu hatte das DSM als Eigentümer des Schiffs der Hafenmanagementgesellschaft bremenports erteilt.


„Wir sind erleichtert, dass diese kritische Phase des Rückbaus trotz der Corona-bedingten Einschränkungen des Arbeitslebens erfolgreich bewältigt werden konnte“, sagt Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Geschäftsführende Direktorin des DSM. „Bei bremenports und allen weiteren Beteiligten bedanken wir uns sehr herzlich für die umsichtige Planung und Umsetzung des Vorhabens.“„Mit dem heutigen Manöver ist der erste Teil des von bremenports erstellten Konzeptes erfolgreich abgeschlossen worden“, so bremenports Geschäftsführer Robert Howe. Howe bedankte sich bei allen Ämtern und Behörden und bei dem Hafenkapitän für die enge Kooperation bei diesem komplexen und beispiellosen Projekt. „Gemeinsam haben wir die Voraussetzungen geschaffen, diese kritische Phase des Rückbaus unproblematisch zu erledigen.


“Um das Schiff verholen zu können, waren zunächst die drei Masten abgebaut worden. Es wurden Baustraßen angelegt, eine Brücke abgebaut, Veränderungen an der Kaje vorgenommen, eine Rinne für den Kiel in die Hafensohle erstellt und letztlich Folie eingebracht, um Umweltschäden bei den weiteren Arbeiten zu verhindern.  Das Verholen wurde von einem LKW aus per Winde durchgeführt und von der DLRG und dem bremenports Schiff MÖWE begleitet. Vor Beginn der Rückbauarbeiten müssen jetzt vor und hinter der SEUTE DEERN Wände aus Containern errichtet und abgedichtet werden. Dann wird Sand in die Dockgrube eingebaut, um das Wrack in eine stabile Lage zu bringen. Diese Arbeiten sollen nach jetzigem Stand in den kommenden drei Wochen abgeschlossen werden.„In einem weiteren Schritt sorgen wir dafür, dass die SEUTE DEERN mit ihrer besonderen Konstruktionsweise, ihren Innenräumen und Aufbauten genau vermessen, fotografiert und dokumentiert wird“,erklärte Dr. Lars Kröger, Projektleiter für die Umgestaltung des Museumshafens am DSM. „Auch erhaltenswerte Bestandteile des Schiffes, die sich für den Nachbau oder die Museumssammlung eignen, werden wir sichern.“

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