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  • Christian Eckardt

Neuer Bremerhavener Fischtrawler „Jan Maria“ in der Türkei vom Stapel gelaufen



Einsatz ab dem Sommer für Parlevliet-Tochtergesellschaft auf Weißfisch und Garnelen


Auf der türkischen Tersan-Werft lief jetzt der neue Trawler „Jan Maria“ mit der Kennung BX 792 mit der Baunummer NB 1108 vom Stapel, der für die deutsche Tochtergesellschaft von Parlevliet & Van der Plas eingesetzt wird. Durch den Einsatz für die deutsche Tochter, die Nordbank Hochseefischerei GmbH, die ihren Sitz in Bremerhaven hat, wird somit auch sie Seestadt Heimathafen des neuen Schiffes sein. Die Ablieferung der neuen „Jan Maria“ ist für Juli 2023 geplant.


Fotos: Tersan Werft


Der vom norwegischen Designbüro Skipsteknisk entworfene Schiff vom Typ ST-119 hat eine Gesamtlänge von 88,10 Metern und eine Breite von 18,30 Metern. Der Antrieb erfolgt über eine 7.000 kW starke Wärtsilä-Hauptmaschine, vom Typ 12V31, die einen Propeller mit einem Durchmesser von 4.300 mm antreibt. Die Höchstgeschwindigkeit wird 15 Knoten betragen.

Mit einer Besatzung von bis zu 45 Mann, untergebracht in Einzel- und Doppelkabinen mit separaten Badezimmern, wird das nach DNV-Klasse gebaute Schiff in den nördlichen Gewässern auf „Weißfisch“ wie Kabeljau, Seelachs und Heilbutt sowie auf Garnelen fischen, wie das niederländische Unternehmen Parlevliet & van der Plas mitteilte. Der Fang, zum Teil auch filetiert, wird an Bord in einer vollautomatischen Frostanlage eingefroren, bis zu einer Höchstmenge von 100 Tonnen pro Tag.



Die Laderäume sind mit einzelnen Kühlelementen ausgestattet. Die Decks bestehen aus Stahl und werden mit einem speziellen rutschfesten Lacksystem für einen sicheren Gabelstaplerbetrieb lackiert. Außerdem wird es ein Transportsystem für palettierte Produkte vom Verarbeitungsdeck zu den Frachträumen geben, und die Paletten werden einzeln verpackt, bevor sie in die Frachträume gebracht werden.




Die neue BX 792 „Jan Maria“ wird die aktuelle, in Rostock beheimate „Gerda Maria“ (ROS 786) ersetzen, die auch immer regelmäßig ihren Fang an der Labradorstraße im Bremerhavener Fischereihafen löscht. Der 81 Meter lange Hecktrawler „Gerda Maria“ wurde 1990 als NC 106 „Cuxhaven“ auf der Mützelfeldwerft gebaut und nach der Übernahme durch die Nordbank vor über 20 Jahren verlängert und umbenannt.


Im Rahmen des Stapellaufs der neuen „Jan Maria“ äußerte sich der CEO von Parlevliet Van Der Plas, Diek Parlevliet, erfreut über die Zusammenarbeit mit der Tersan Shipyard: „Die beiden 86,10 Meter langen Schwesterschiffe „Mark“ und Kirkella, die die Tersan Shipyard zuvor für die Parlevliet Van der Plas Group gebaut hat, sind die besten Trawler, die im Nordatlantik fischen. Wir sind sicher, dass die „Jan Maria“ dank der neuesten Technologien, die sie an Bord hat, ein besserer Trawler sein wird.“, so Dierk Parlevliet.

Generaldirektor der Tersan-Werft Mehmet Gazioğlu erklärte „Dieses Projekt ist sehr wichtig für unsere Werft und unser Land, da die „Jan Maria“ mit den neuesten Technologien ausgestattet ist.

Die niederländische Parlevliet & van der Plas Gruppe hat nach eigenen Angaben etwa 8.000 Mitarbeiter und über 40 Fangschiffe. Zur Gruppe gehört auch die Deutsche See GmbH in Bremerhaven mit rund 1.800 Mitarbeitern. Nach eigenen Angaben sei man, zusammen mit Tochtergesellschaften, das derzeit größte Fischverarbeitende Unternehmen in Westeuropa. Weltweit gehöre man zu den Top 25. Zu den Tochtergesellschaften gehören u. a. die Doggerbank Seefischerei GmbH und GSF (German Seafrozen Fish) aus Bremerhaven sowie die Mecklenburger Hochseefischerei GmbH aus Sassnitz.

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