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  • AutorenbildChristian Eckardt

Neues Aktionsschiff der Captain Paul Watson Foundation präsentierte sich in Bremen



Die erst im letzten Jahre gegründete internationale Meeresschutzorganisation Captain Paul Watson Foundation hat kürzlich in Bremen sein neues Aktionsschiff, die „John Paul DeJoria“ vorgestellt. Hintergrund war die Neugründung des deutschen Ablegers dieser Umweltorganisation mit Sitz im niedersächsischen Delmenhorst. Zu den deutschen Gründungsmitgliedern gehören neben Paul Watson auch die Delmenhorster Politiker Viola Strerath und Tom Strerath (Die Linke) sowie Gerd Renker, ehemaliges Vorstandsmitglied von Greenpeace Deutschland und einer der Gründer von Robin Wood.


Der inzwischen 72-jährige „Öko-Krieger“ Watson, der die kanadische und US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, ist einer der Gründungsväter von Greenpeace. Sein Aktionismus führte auch dazu, dass er 1977 aus dem Vorstand von Greenpeace verdrängt wurde, und gründete die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd.


Watson gelangte als Geißel norwegischer, japanischer und isländischer Walfänger Berühmtheit, die trotz des weltweiten Walfangverbots im Rahmen einer Ausnahmeregelung für Forschungszwecke zur Waljagd tätig sind. Zu seinen dramatischsten Taten gehörte unter anderem die Versenkung zweier Walfangschiffe in einem Hafen in Island durch Mitglieder seiner Gesellschaft – eine Tat, für die Watson die persönliche Verantwortung übernahm. Im Laufe seiner Karriere führten solche Taktiken zu rechtlichen Schritten in Kanada, den Vereinigten Staaten, Costa Rica, Norwegen und Japan, obwohl er nie wegen eines schweren Verbrechens verurteilt wurde. Doch wurden diese Aktionen offensichtlich bei seinen Vorstandskollegen bei Sea Shepherd zu viel, sie entließen ihn aus dem Vorstand und schränkten seine Aktivitäten ein, was dazu führte, dass er im Juli 2023 alle Verbindungen zur Gruppe abbrach. „Ich wurde an den Rand gedrängt und aufgefordert, ein bezahltes und stilles Aushängeschild zu sein, als sie die Ausrichtung der Organisation weg von konfrontativen und kontroversen Kampagnen änderten“, sagte Watson kürzlich in einem Interview. „Ich sagte, ich könne an dieser Änderung nicht teilnehmen oder sie unterstützen“ Zu diesem Zweck hat er die Captain Paul Watson Foundation gegründet.


Wie Watson weiter erklärte kämpfte er nach seinem Ausscheiden bei Sea Shepherd jeden Tag darum, ein starkes Schiff ins Wasser zu bekommen, um die Mission seiner Stiftung, der direkte Schutz der Meere, fortzuführen und die illegale Wilderei auf hoher See zu bekämpfen. Mit Hilfe von Unterstützern wie der Peace, Love, & Happiness Foundation von John Paul DeJoria konnte die Organisation im letzten Jahr dann schon ihr erstes Schiff erwerben, die „John Paul DeJoria“.



Hierbei handelt es sich um das ehemalige 71,4 Meter lange Patrouillenschiff „Vigilant“ der Scottish Fisheries Protection Agency, die 1982 erbaut wurde. Mit diesem neuen Schiff und einer neuen Besatzung ist er wieder im Geschäft und sei bereit, die Walfänger der Welt und andere, die er als Plünderer der Weltmeere ansieht, wieder zu „quälen“.

„Nachdem wir niedergeschlagen wurden, haben wir uns vollständig erholt und sind bereit, in den Kampf auf hoher See zurückzukehren“, erklärte Watson Anfang des Monats in einer digitalen Ankündigung. „Die neue Captain Paul Watson Foundation ist da und bereit, offensiv gegen alle Feinde vorzugehen, die unserem Ozean und unserem Planeten Schaden zufügen wollen.“


Watson gehört zu den umstrittensten Persönlichkeiten der Umweltbewegung und hatte auf mehreren Kontinenten immer wieder rechtliche Probleme wegen aggressiver Taktiken, zu denen das Rammen, Versenken oder Beschädigen der Propeller von Walfangschiffen gehörte. Einige seiner Heldentaten wurden in der Reality-TV-Serie Whale Wars dargestellt , die auf Animal Planet gezeigt wird.


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