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  • AutorenbildChristian Eckardt

Norwegisches Expeditionskreuzfahrtschiff „Maud“ in der Nordsee in schwerer See von Welle getroffen




Havarist wird Heiligabend in Bremerhaven erwartet

Das norwegische Expeditionskreuzfahrtschiff „Maud“ der Reederei HX, wie Hurtigruten Expeditions vor kurzem umbenannt wurde, ist am Donnerstagnachmittag in der Nordsee in schwerer See bei Windstärke 8 vor der dänischen Küste von einer Welle getroffen worden. Dabei wurden unter anderem auch Brückenfenster zerstört und durch einen Wassereinbruch kam es zu einem vorübergehenden Stromausfall an Bord. Die „Maud“ ist seither manövrierunfähig. An Bord befinden sich 266 vornehmlich britische Passagiere und 131 Besatzungsmitglieder. Von den dänischen Behörden wurde die Koordination der Rettungsarbeiten übernommen.

Die „Maud“ war auf dem Weg von Floroe in Norwegen nach Tilbury in Großbritannien, wo es eigentlich am 23. Dezember planmäßig ankommen sollte. Offensichtlich hat der Kapitän die Rückreise in Norwegen eher angetreten, um dem angekündigten Sturmtief zuvorzukommen. Berichte über mögliche Verletzungen von Passagieren oder Besatzungsmitgliedern gibt es bislang nicht.

Das 135,75 Meter lange Schiff kann derzeit nur manuell vom Maschinenraum gesteuert werden, aber eine Navigation ist so nicht möglich. Zivile Rettungsschiffe sind eingetroffen, um dem Schiff bei der Navigation zu helfen. Inzwischen hat der dänische Hochseeschlepper „Esvagt Server“ hat den Havaristen erreicht und soll es nach derzeitigen Informationen nach Bremerhaven überführen.


Wie Andrea Kamjunke, Prokuristin vom Columbus Cruise Center auf Anfrage mitteilte, stellt man sich derzeit dort auf die Ankunft des Schiffes für den frühen Morgen am Heiligabend ein. Genauere Planungen für die Abfertigung und der Rückführung der Gäste nach England werden derzeit mit der Reederei erarbeitet.


Die 2003 ursprünglich als „Midnatsol“ erbaute „Maud“ (16.151 BRZ) war in den vergangenen Jahren schon mehrfacher Gast in Bremerhaven und hat bei der Bredo Werft schon mehrere Werftzeiten absolviert. Gut möglich, dass die „Maud“ nach dem Auschecken der Gäste dann von der Columbuskaje zur Bredo-Werft in den Fischereihafen für eine mögliche Reparatur verholen wird. Bei der Bredo waren hierzu keine Informationen zu erfahren.

Bitter ist es nun auch noch für die britischen Passagiere, die eine Weihnachtskreuzfahrt auf der „Maud“ mit der Abfahrt am 23. Dezember in Tilbury gebucht haben, denn diese Reise wird mit diesem Schiff definitiv nicht stattfinden können

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