• Christian Eckardt

Phoenix-Kreuzfahrtschiff „Albatros“ wurde von Emden nach Bremen verlegt


Artania“ nimmt demnächst den freien Platz bei der Emder Dockgesellschaft ein


Das bislang in Emden aufgelegte Kreuzfahrtschiff „Albatros“ von Phoenix Reisen ist am vergangen Freitag ohne Passagiere nach Bremen überführt worden und hat dort am Schuppen 20 im Neustädter Hafen festgemacht. (Foto Macusrcus Kruse, Brake) . Dort lag vor einigen Wochen auch schon das Kreuzfahrtschiff „Astor“ von Transocean Kreuzfahrten. Die „Albatros“ bleibt, nach Agenturangaben, zunächst für unbestimmte Zeit liegen, bis zur möglichen Wiederaufnahme des Kreuzfahrtgeschäftes. Es ist der erste Anlauf der "Albatros" in Bremen, hingegen die baugleichen Schwesterschiffe aus der so genannten Royal Viking Star-Klasse, die " Black Watch und die "Boudicca" die seit fast 30 Jahren für die britische Reederei Fred. Olsen Cruise Lines, verkehren, in den letzten Jahren schon mehrfach Kurs auf die Hansestadt genommen haben.


Seit Anfang April lag das 206 Meter lange und mittlerweile 47 Jahre alte Kreuzfahrtschiff "Albatros", zusammen mit der „Amera“ in Emden an der Pier der Emder Dockgesellschaft, wo kleinere Reparaturarbeiten und Wartungsarbeiten durchgeführt wurden. Nun wird der Liegeplatz bei der Werft für ein weiteres Phoenix-Schiff, die „Artania“ benötigt, so dass die „Albatros“ von Emden Kurs auf die Weser nahm.


Schon nach der Ankunft der „Artania“ Anfang Juni in Bremerhaven aus Australien kommend, war geplant, dass das Kreuzfahrtschiff zur Werft nach Emden gehen soll, doch das Hafenbecken vor der Werft bot nicht genügend Tiefgang für das 230 Meter lange und bis zu 7,8 Meter tiefgehende Schiff an. Nach mittlerweile erfolgter Ausbaggerung des Hafenbeckens in Emden kann nun die „Artania“ in den nächsten Tagen die Reisen in den Dollart antreten. Aktuell liegt das bis zu 1.200 Passagiere Platz bietende Kreuzfahrtschiff, das aus der ARD-Dokuserie “Verrückt nach Meer” vielen Fernsehzuschauern bekannt ist, noch an der Pier am Schuppen F/G im Bremerhavener Verbindungshafen, gegenüber der Lloyd Werft.


An der Ausrüstungspier der Lloyd Werft liegt immer noch die „Amadea“, das vierte Kreuzfahrtschiff von Phoenix. In den vergangenen Tagen wurden dort an Bord noch restliche Dreharbeiten für die TV-Serie „Das Traumschiff“ abgedreht. Im März wurden im Zuge der Corona-Pandemie die Arbeiten an den neuen "Traumschiff"-Folgen unterbrochen, einer seit mehr als 40 Jahre laufenden TV-Serie beim ZDF. Doch mit immer größeren Lockerungen konnte auch der Fernsehsender ZDF die Arbeit die Dreharbeiten wieder aufnehmen, denn es fehlten für die aktuelle Produktion Aufnahmen von Bord des Kreuzfahrtschiffes. Denn als Mitte März massive Kontaktbeschränkungen in Deutschland eingeführt wurden, bedeutete das auch, dass fast weltweit vielen Kreuzfahrtschiffen ein Einlaufen in den Häfen nicht mehr gestattet wurde. Somit musste auch die „Amadea“ die Reise abbrechen und kehrte nach Deutschland zurück. Seitdem liegt das Schiff bei der Lloyd Werft in Bremerhaven. Die nun in der Seestadt nachgedrehten Aufnahmen fließen dann in die Folge „Das Traumschiff: Seychellen“ ein, die am Neujahrstag 2021 im ZDF ausgestrahlt wird.


Wann die Hochseekreuzfahrtschiffe von Phoenix wieder in Betrieb genommen werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Von Kurzreisen ins Blaue, so wie es die beiden größten deutschen Veranstalter AIDA Cruises und TUI Cruises demnächst anbieten, ist derzeit von Phoenix nichts zur hören. Auf der homepage des Seereiseveranstalters sind die ursprünglich geplanten Kreuzfahrten der jetzt in Bremen aufgelegten „Albatros“ bis zum 16. September gänzlich gestrichen, die Reisen der „Artania“ sogar bis einschließlich 9. Oktober. Phoenix geht nach derzeitigem Stand davon aus, dass die Folgereisen danach planmäßig, mit neuen Hygieneregeln, stattfinden werden.

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