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  • AutorenbildChristian Eckardt

Reederei FRS Helgoline erwirbt Fähranleger in Brunsbüttel und nimmt Kurs auf Helgoland




Keine Aktivierung des Fährdienstes nach Cuxhaven geplant


Der Passagier-Katamaran „Halunder Jet“ der zur Flensburger FRS-Gruppe gehörenden Tochtergesellschaft FRS Helgoline wird ab diesem Frühjahr auch vom Unterelbehafen Brunsbüttel aus in Richtung Helgoland verkehren. Aufgrund vermehrter Anfragen aus der Region Dithmarschen und dem Erwerb des ehemaligen Fähranlegers der Elbfähre in Brunsbüttel kann das Angebot nun aufgenommen werden. „Die Anreise zur Hochseeinsel reduziert sich damit signifikant aus vielen Regionen Schleswig-Holsteins, und wir schlagen damit in der 40-jährigen Historie als FRS Helgoline ein neues Kapitel auf“, freut sich Tim Kunstmann, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft. Zwar startet die reguläre Saison des bis zu 36 Knoten schnellen rotweißen Katamarans „Halunder Jet“ zwischen Hamburg, Cuxhaven und Helgoland schon ab dem 15. März, jedoch wird die Fahrplanerweiterung mit Brunsbüttel erst ab dem 3. April aufgenommen, wie die Reederei jetzt mitteilte.  



Die Überfahrtsdauer von Brunsbüttel nach Helgoland beträgt mit dem „Halunder Jet“ ab Brunsbüttel, über Cuxhaven, gute zwei Stunden. Im vergangen Jahr beförderte der Katamaran auf der gesamten Strecke rund 167.000 Fahrgäste. Dabei legt der Katamaran seit dem letzten Jahr im umgestalteten Binnenhafen auf Helgoland an, sodass die Passagiere durch das Anlegen direkt im Inselzentrum die Zeit auf Deutschlands einziger Hochseeinsel noch effektiver gestalten können.  


Die Fahrten ab Brunsbüttel werden von dem 03.04.2024 bis zum 03.11.2024 jeweils jeden Mittwoch, Freitag und Sonntag angeboten. Des Weiteren haben die Gäste die Möglichkeit, mit dem Katamaran innerhalb von 40 Minuten dann morgens von Brunsbüttel aus nach Cuxhaven zu gelangen, um dort zum Beispiel einen Tagesausflug zu verbringen. Auch hat dieses noch einen weiteren touristischen Effekt, denn es können auf dieser Fahrt auch eine begrenzte Anzahl an Fahrrädern, nach vorheriger Anmeldung. mit befördert werden.


Die Erweiterung des Fahrplans konnte dadurch realisiert werden, da FRS Helgoline den ehemaligen Fähranleger der Elbferry in Brunsbüttel zu einem nicht näher genannten Preis erworben hat. In den kommenden Wochen wird dieser, ursprünglich für den PKW- und LKW-Verkehr genutzer Anleger, für den nun anstehenden Betrieb mit dem Passagier-Katamaran „Halunder Jet“ modifiziert. Hierbei bleibt aber die eigentliche Autorampe vollumfänglich erhalten. Die Verhandlungen von FRS Helgoline um den Kauf des vor 25 Jahren von dem Cuxhavener Ingenieurwasserbau-Unternehmens Ludwig Voss erbauten Anlegers im Vordeichgelände bei Brunsbüttel-Groden, liefen bereits seit einiger Zeit, wie die Reederei erläutert. Aus Gesprächen über den Erwerb einzelner Ersatzteile des Anlegers entwickelte sich dann Diskussion in Richtung des Kaufs des gesamten Anlegers inklusive Nutzung des dazugehörigen Areals hinter dem Deich. „Wir bedanken uns beim bisherigen Eigentümer für die Möglichkeit, den Fähranleger zu erwerben, so Kunstmann, wobei der bisherige Eigentümer nicht benannt werden möchte.



Perspektivisch ist es das Ziel der FRS Helgoline, den Verkehr am Anleger in Brunsbüttel und das dazugehörige Areal weiterzuentwickeln. „Im ersten Schritt liegt unser Fokus darauf, dass der „Halunder Jet“ sich dort diese Saison fest etabliert und wir im Folgejahr evtl. sogar den Fahrplan ausweiten können mit häufigeren Abfahrten als es aktuell der Fall ist. Was für weitere Verkehre sich dort in den nächsten Jahren eventuell entwickeln lässt sich aktuell noch nicht einschätzen. Fakt ist, dass es auch weitere Verkehre touristischer, aber auch gewerblicher Natur sein können. Auch für gemeinsame Partnerschaften sind wir offen, wenn wir an die Idee glauben“ so Kunstmann weiter.


Einer Idee, der Wiederaufnahme der im Jahr 2022 geschlossen Elbfährverbindung von Brunsbüttel nach Cuxhaven erteilt Kunstmann jedoch eine Absage, zumindest derzeit: „Unter den aktuellen Marktbedingungen glauben wir nicht an einen eigenwirtschaftlichen Verkehr. Sollten sich die Marktgegebenheiten jedoch zum positiven wandeln werden wir das Thema uns gerne erneut anschauen“ so Kunstmann.


Die FRS Helgoline befördert seit nunmehr 40 Jahren Passagiere auf der Elbe zur Insel Helgoland und feiert dieses Jahr Jubiläum. In den ersten Jahren noch mit dem traditionellen Seebäderschiff „Wappen von Hamburg“, später folgte dann die Ablösung durch verschiedene Passagier-Katamarane. Der aktuell eingesetzte, 2018 auf den Philippinen erbaute Katamaran „Halunder Jet“ bringt Urlauber und Tagesgäste jährlich von März bis November nach Helgoland. Er bietet in vier Sitzplatzkategorien Platz für bis zu 680 Passagiere auf zwei Decks sowie 228 qm Freideckflächen.





Die Reederei-Gruppe FRS mit Sitz in Flensburg hat sich von einer regionalen Passagierschiff-Reederei in den vergangenen Jahren zu einer international tätigen Unternehmensgruppe mit rund 1.500 Beschäftigten entwickelt. FRS betreibt 69 Schiffe weltweit und befördert jährlich 5,7 Millionen Passagiere und 1,5 Millionen Fahrzeuge auf ihren zahlreichen Schifffahrtslinien in 12 Ländern. In Norddeutschland sind dabei vor allem die FRS Syltfähre mit zwei Doppelendfähren und die FRS Elbfähre zwischen Glückstadt in Schleswig-Hostein und Wischhafen in der Samtgemeinde Nordkehdingen im Landkreis Stade bekannt.

 

 

 

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