Rückkehr des Forschungseisbrechers POLARSTERN aus der zentralen Arktis

Werftzeit bis Mitte November bei der Lloyd Werft Bremerhaven
Am 14. Oktober 2026 kehrte der in Bremerhaven beheimatete AWI Forschungseisbrecher des POLARSTERN planmäßig von seiner letzten Arktisexpedition dieses Sommers in die Seestadt zurück. Die zehnwöchige Expedition, auf der rund 9000 Seemeilen zurückgelegt wurden, führte rund 40 Forschende über Nordostgrönland und die Framstraße bis zum Nordpol und an den Lomonossow-Rücken. Dabei wurden Daten aus der geologischen Vergangenheit gesammelt, die bessere Projektionen für unsere Zukunft erlauben. Die Proben und Daten werden nun in den Laboren am AWI und bei den Partnerinstituten ausgewertet.
Kartographiert wurde außerdem die bisher weitgehend unerforschte Gegend zwischen dem Nordpol und dem Lomonossow-Rücken – einem rund 3.000 Meter hohen Gebirge unter dem Meer, das sich einmal quer über den gesamten Arktischen Ozean erstreckt.
Vor Nordostgrönland wurde eine Landstationen am 79°N-Gletscher gewartet. Diese misst mit hochpräzisen GPS-Sensoren, wie sich Insel mit abnehmender Eisbedeckung verhält. So konnte die Forscher nachweisen, dass durch den Verlust riesiger Gletschereismassen weniger Druck auf Grönland lastet, so dass sich die Insel anhebt. Wie das Projektteam weiter mitteilte war das Meereis im Nordosten Grönlands im Sommer 2026 ungewöhnlich dicht und verhinderte weitere Arbeiten in der Region.
Im Rahmen dieser Expedition überschritt die 1982 in Dienst gestellte POLARSTERN am 26. August die Marke von zwei Millionen Seemeilen, und am 4. September erreichte sie den Nordpol zum 9. Mal.
In den kommenden Wochen wird der Polareisbrecher bei der Lloyd Werft Bremerhaven für routinemäßige Wartungs- und Reparaturarbeiten Kaiserdock I verbringen. Mitte November startet dann der planmäßige Transit Richtung Antarktis, auf dem Nachwuchsforschende ausgebildet werden. Anschließend wird die POLARSTERN die antarktische Neumayer-Station III versorgen und zwei Expeditionen durchführen.



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