• Christian Eckardt

Traditionsreederei Cunard verlängert Betriebspause der „Queen-Flotte“ bis in den November


Nachdem die britische Kreuzfahrtreederei P&O Cruises schon vor ein paar Tagen eine Verlängerung der Betriebspause bis Mitte Oktober 2020 angekündigt hat, zieht nun auch die Traditionsreederei Cunard nach. Beides sind Unternehmen der weltgrößten Kreuzfahrtgruppe Carnival Carp. zu der auch Costa und AIDA gehören.


Als Folge der anhaltenden Auswirkungen von Covid-19 hat sich die Reederei dazu entschieden, als Vorsichtsmaßnahme die Unterbrechung des Kreuzfahrtbetriebs aller drei Schiffe erneut zu verlängern. Somit werden keine Reisen der gerade bei deutschen Gästen sehr beliebten QUEEN MARY 2 und der QUEEN VICTORIA mit Abfahrt bis einschließlich 1. November 2020 stattfinden, Reisen mit der QUEEN ELISABETH mit Abfahrt bis einschließlich 23. November 2020 mehr stattfinden.


Simon Palethorpe, Präsident von Cunard, äußerte sich zur erneuten Verlängerung der Betriebspause: „Aufgrund der vielen unterschiedlichen Einschränkungen der Länder scheint die Möglichkeit, sich frei und grenzüberschreitend bewegen zu können, noch weit entfernt. Dieser Umstand hat auf Cunard besonders große Auswirkungen, da wir so viele internationale Gäste bei uns begrüßen und mit unseren Schiffen überall in der Welt unterwegs sind. Wir müssen zudem die Auswirkungen von Covid-19 für das Leben an Bord unserer Schiffe besser verstehen. Das bedeutet, dass wir eng mit den entsprechenden Behörden auf höchster Ebene zusammenarbeiten, wie den US Centers for Disease Control & Prevention (CDC), der englischen Gesundheitsbehörde (Public Health England), dem Weltverband der Kreuzfahrtindustrie (CLIA) sowie medizinischen Experten, um jeden Aspekt unseres Angebotes zu durchleuchten.“ Weiterhin fügte er hinzu: „Während wir immer sehr stolz darauf gewesen sind, so hohe Standards bezüglich der Gesundheit und Sicherheit zu haben, bauen wir diese nun noch weiter aus in Bezug auf verbesserte Protokolle für alle Aspekte des Bordlebens sowie an Land. Wir werden den Betrieb unserer Schiffe erst wieder aufnehmen, wenn wir ein umfassendes Protokoll für einen Neustart erarbeitet und die Genehmigung und Akkreditierung für dieses aus den vertrauenswürdigsten und sachkundigsten Quellen erhalten haben“. Alle Gäste und Reisebüros, deren Kunden von den neuen Reisestornierungen betroffen sind, werden von Cunard darüber informiert.


Wie auch schon bei der vorherigen Verlängerung der Betriebspause erhalten betroffene Gäste, deren Reise storniert wurde, automatisch ein Guthaben für eine zukünftige Kreuzfahrt (Future Cruise Credit) über 125 % des bereits geleisteten Zahlungsbetrags für ihre ursprüngliche Reise. Dieser Future Cruise Credit kann auf jede neue Buchung einer Reise, die zum Buchungszeitpunkt im Verkauf ist, angewendet werden. Die Buchung muss bis Ende Dezember 2021 erfolgen.


Die 180 Jahre alte Cunard Line ist eine der renommiertesten Kreuzfahrtmarken. Alle drei Queens bieten dabei höchsten Komfort, Gourmet-Restaurants und herausragendem Entertainment. Cunard ist zudem die einzige Kreuzfahrtschiffgesellschaft, die regelmäßig Transatlantik-Passagen mit der QUEEN MARY 2 anbietet. Ein viertes Cunard Schiff ist aktuell im Bau. Der noch nicht benannte Neubau entsteht aktuell auf der Fincantieri-Werft in Castellammare di Stabia und wird das zweitgrößte Schiff in der Cunard-Flotte sein. Das neue 113.000-GT-Schiff soll 2022 in Dienst gestellt werden und Platz für 3.000 Gäste bieten.


Die amerikanische Carnival Corporation ist das weltweit größte Urlaubsreiseunternehmen für Freizeitreisen mit den Kreuzfahrtmarken Carnival Cruise Line, Princess Cruises, Holland America Line, Seabourn, P&O Cruises (Australien), Costa Cruises, AIDA Cruises, P&O Cruises (UK) und Cunard. Zusammen betreiben die Reedereien des Unternehmens 104 Schiffe mit 254.000 Betten. Die neun unterschiedlichen Reedereien der Carnival-Gruppe haben deutliche Unterschiede für die zeitliche Zwangspause verkündet. Zuletzt hatte P&O Cruises die Betriebspause bis Mitte Oktober verlängert, Costa Crociere und AIDA Cruises aus Rostock lassen ihre Schiffe zunächst bis Ende Juli in den Häfen liegen.


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