• Christian Eckardt

TV-Traumschiff „Amadea“ nimmt von Emden wieder Kurs auf Bremerhaven - Fotoupdate v. 11.02.2021

Aktualisiert: Feb 11



Dreharbeiten für die ZDF-Serie sollen ab März an Bord erfolgen


Seit August vergangen Jahres lag das TV-Traumschiff „Amadea“ der Reederei Phoenix Reisen aus Bonn im Emder Hafen auf, nun hat das schneeweiße Kreuzfahrtschiff den ostfriesischen Seehafen mit Kurs auf Bremerhaven wieder verlassen. Denn die Emder Werft und Dock GmbH (EWD), seit dem letzten Jahr im Besitz der Bremerhavener Benli-Gruppe, braucht den Platz an der Pier an dem die „Amadea“ bislang lag für einen anderen Auftrag.

Gegen 8.30 Uhr hat die „Amadea“ die Werftpier mit Schlepperhilfe unter dem Kommando von Jens Thorn verlassen und wird nach derzeitiger Planung am späten Donnerstagabend in der Seestadt erwartet. Nach ersten Informationen soll das 193 Meter lange Kreuzfahrtschiff auf der westlichen Seite des Kaiserhafens III festmachen, direkt vor der „Artania“. Nach Auskunft von Marko Graudenz, Sprecher der Lloyd Werft, ist ein Werftaufenthalt aktuell dort nicht vorgesehen.


Somit ist davon auszugehen, dass in Bremerhaven an Bord der „Amadea“ erneut die Dreharbeiten für die aktuellen Folgen der beliebten ZDF-Serie „Das Traumschiff“ stattfinden. Denn aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie sind derzeit so gut wie keine Kreuzfahrten möglich.

So muss nun ein weiteres Mal der Drehplan für die beliebte ZDF-Serie „Das Traumschiff“ mit den Schauspielern wie Florian Silbereisen, Barbara Wussow oder Daniel Morgenroth umgekrempelt werden. Wie schon im letzten Sommer, sorgen die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie dafür, dass das ZDF die geplante Produktion für die nächste Weihnachts- und Neujahrsfolge, die eigentlich vom 7. März bis 6. Mai an Bord des Schiffes auf einer regulären Mittelmeerkreuzfahrt gedreht werden sollte, nun nicht wie geplant stattfinden wird. Geplant war, dass die Abfahrt und Ankunft des Schiffes vom Columbus Cruise Center in Bremerhaven erfolgen sollte. Doch da aktuell vom Schiff aus keine Landgänge im Mittelmeer angeboten werden können, wird die „Amadea“ nicht in See stechen.



Nach Informationen der „Bild-Zeitung“ werden die Außenaufnahmen wieder auf den Malediven abgedreht, da die Schauspieler und Filmcrew dort bei einem negativen Corona-Test nur eine dreitägige Quarantäne nach Einreise erfüllen müssen. Das könnte aber für die Zuschauer bedeuten, dass nun an Ostern und Weihnachten das gleiche Ziel im Fernsehen gezeigt wird. Nach aktuellem Stand sollen derzeit schon die ersten Folgen gedreht werden. „Wie geplant werden nach aktuellem Stand ab Ende Januar/Anfang Februar zwei neue Folgen für 'Das Traumschiff' gedreht", heißt es beim Fernsehsender ZDF in Mainz dazu. „Auch im Hinblick auf die Szenen an Bord des Schiffs kommt es nach derzeitigem Planungsstand nicht zu Änderungen - sie entstehen voraussichtlich ab März", erklärte eine Sprecherin des Fernsehsenders. Bestätigt werden vom ZDF auch Dreharbeiten auf den Malediven. „Dass jedoch an Weihnachten und Ostern das gleiche Ziel zu sehen sein wird, trifft nicht zu“, heißt es weiter.

Somit werden dann vermutlich ab Anfang März an Bord der „Amadea“ entweder im Hafen oder aber im Bereich der Nordsee, ohne Passagiere, die Dreharbeiten an Bord des Schiffes erfolgen. Das Produktionsteam kennt sich mittlerweile mit dieser Situation aus, wurden doch bei der letzten Seychellen-Folge die Szenen an Bord des Schiffes an dem damaligen Liegeplatz bei der Lloyd Werft in Bremerhaven abgedreht. Bei einigen Szenen konnte man auch einige Hafendetails wie auch das Gelände der Lloyd Werft erkennen. Um das Gefühl einer Seereise zu vermitteln werden die Szenen an Bord dann vermutlich auch wieder vor einer so genannten Greenscreen gedreht und die Meeresaufnahmen später einfach digital eingefügt.


Phoenix Reisen hatte seine Kunden bereits vor kurzem über weitere Absagen von geplanten Kreuzfahrten auf der „Amera“, „Artania“ und „Amadea“ informiert, die durch die Corona-Pandemie derzeit nicht durchführbar sind. Schon seit März 2020 befinden sich die Kreuzfahrtschiffe von Phoenix Reisen außer Dienst, zwei Schiffe lagen zuletzt in Emden, die „Artania“ in Bremerhaven.



Als Folge der durch die Pandemie ausgelöste Krise in der weltweiten Kreuzfahrt, hatte Phoenix Reisen aus Kostengründen die bei den Kunden sehr beliebte „Albatros“ im Herbst abgegeben. Diese soll künftig als Hotelschiff im Roten Meer fest vor Anker liegen. Geplant ist bei Phoenix aber weiterhin der Einsatz des Charter-Schiffes „Deutschland“, das von Phoenix aber nur in den Sommermonaten gechartert wird.


Betroffen von den aktuellen Reiseabsagen bei Phoenix sind auch mehrere Abfahrten, die am Columbus Cruise Center in Bremerhaven geplant waren. Darunter neben der großen Mittelmeerrundreise der „Amadea“ bis Anfang Mai zwei Reisen der „Amera“ bis Ende April und drei Reisen der „Artania“ bis Mitte April. Phoenix Reisen wird dann kurzfristig über eine Wiederaufnahme der Kreuzfahrten entscheiden.

52 Ansichten0 Kommentare

0174-3707093

©2020 weser-maritime-news. Erstellt mit Wix.com