top of page

Autofrachter „Ocean Breeze“ rammt Nordschleuse

Autorenbild: Christian Eckardt
Christian Eckardt
vor 10 Minuten
2 Min. Lesezeit

Schleusenbetrieb konnte nach Sicherungs- und Bergungsarbeiten wieder aufgenommen werden


Der Autotransporter „Ocean Breeze“ der Reederei Sallaum Line hat in der Nacht zu Donnerstag beim Einlaufen in die Nordschleuse in Bremerhaven die Betonwand am Außenhaupt der Schleuse beschädigt. Der 199 Meter lange Frachter stieß gegen 2 Uhr trotz der Assistenz durch mehrere Schlepper gegen das Bauwerk, wie die Hafengesellschaft Bremenports mitteilte.


Durch die Kollision wurde ein rund zwei mal drei Meter großer Betonblock in der Außenwand der Schleuse aus seiner Position verschoben. Da dieser so weit hervorragte, dass eine Beeinträchtigung des Schleusentores nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden umgehend Sicherungsmaßnahmen eingeleitet und der Betrieb der Schleuse zunächst eingestellt.


Schaden am Mauerwerk der Nordschleuse, Foto Bremenports
Schaden am Mauerwerk der Nordschleuse, Foto Bremenports

Am Freitagmorgen wurde der Betonblock zunächst mithilfe eines Krans entfernt. Anschließend kam das Taucher-Team von Bremenports zum Einsatz. Die Taucher bargen Beton- und Gesteinsbrocken, die infolge des Unfalls ins Wasser gefallen waren und das Öffnen sowie Schließen des Schleusentores hätten behindern können. Nach Abschluss der Bergungs- und Sicherungsarbeiten konnte die Nordschleuse am Freitag um 11 Uhr wieder für den Schiffsverkehr freigegeben und in Betrieb genommen werden. Das Schiff hat bislang den Überseehafen in Bremerhaven noch nicht wieder verlassen. Nach aktuellem Stand soll die "Ocean Breeze" am Samstagabend, 10.10.2026, den Hafen mit Kurs auf Southampton wieder verlassen.


In den kommenden Wochen werden die entstandenen Schäden an der Hochwasserschutzmauer nun instandgesetzt. Die genaue Höhe des Sachschadens wird derzeit von Bremenports noch ermittelt.


Die erst 2025 in Dienst gestellte „Ocean Breeze“ verfügt über 13 Fahrzeugdecks und eine Kapazität von 7.500 CEU (Car Equivalent Units). Angetrieben wird das von Fujian Mawei Shipbuilding in China gebaute Autotransportschiff über einen LNG-Dual-Fuel-Hauptmotor. Das Schiff ist ausgestattet für den Transport von konventionellen Fahrzeugen, Fahrzeugen mit erneuerbaren Energie-Antrieben und verpackten Gefahrgütern.


Sallaum Lines ist eine weltweit tätige RoRo-Reederei, die sich auf den Transport von Autos, Lkw und Projektladungen spezialisiert hat. Mit einer wachsenden Flotte und einer Präsenz in Europa, Afrika, Asien, dem Nahen Osten und den Vereinigten Staaten von Amerika setzt sich das Unternehmen für nachhaltige Innovation, operative Exzellenz und langfristige globale Partnerschaften ein.


Kommentare


Aboformular

0174-3707093

©2020 weser-maritime-news. Erstellt mit Wix.com

bottom of page