• Christian Eckardt

Bugsektion für "Aidacosma" in Papenburg eingetroffen


Ankunft der Bugsektionen der AIDAcosma bei der Meyer Werft am 23.April, Foto Meyer Werft

LNG-Kreuzfahrtschiff soll im Frühjahr 2021 abgeliefert werden


Auf einem Ponton erreichten nun zwei in Polen gefertigte Stahlbauteile für das Kreuzfahrtschiff „AIDAcosma“ die Papenburger Meyer Werft. Die beiden Sektionen sind für das Vorschiff des Kreuzfahrtschiffes mit der Baunummer S709 bestimmt. Der kleinere Block wiegt 210 Tonnen, der größere Block 650 Tonnen. Die „AIDAcosma“ ist das Schwesterschiff der im Dezember 2018 von der Meyer Werft abgelieferten „AIDAnova“, das erste weltweit produzierte Kreuzfahrtschiff mit LNG-Antrieb. Ein aktuelles Schwesterschiff aus dieser so genannten Helios-Klasse ist die „Iona“, die derzeit an der Columbuskaje in Bremerhaven zur Ausrüstung liegt.


An Bord der 337 Meter langen und 42 Meter breiten „AIDAcosma“ mit 20 Passagierdecks Ist Platz für über 6600 Passagiere. Highlights an Bord sind eine Boulderwand, eine großzügige Poollandschaft mit Wasserrutschen, ein Indoor-Spielplatz und eine Jogging-Laufstrecke. Wer Entspannung sucht, lässt die Welt in der Meerblick-Sauna an sich vorbeiziehen oder taucht im Infinity-Pool ab. In 17 Restaurants und 23 Bars bleiben keine Wünsche offen.

Die Ablieferung der „AIDAcosma“ ist ursprünglich für das Frühjahr 2021 vorgesehen, anschließend soll das Schiff vom Basishafen in Kiel zu Nord- und Ostseefahrten starten. Den Winter 2021 / 2022 soll die „AIDAcosma“ im Orient verbringen, damit wird sie das größte Kreuzfahrtschiff sein, das AIDA Cruises dort jemals stationiert hat. An diesen Planungen hat sich trotz der Corona-Krise bislang nichts geändert, wie ein Sprecher von AIDA kürzlich mitteilte. Die Rostocker Reederei AIDA Cruises hofft wie so viele andere Reedereien auch, dass man im 2. Halbjahr wieder mit Kreuzfahrten starten kann. Inwieweit das möglich ist, bleibt abzuwarten. Derzeit sind zumindest bis in den Sommer alle Kreuzfahrten, weltweit, eingestellt.


Die AIDAcosma wird ein baugleiches Schwesterschiff der AIDAnova, Foto Christian Eckardt

Die Unsicherheit bei den Kreuzfahrten hat auch Auswirkungen auf die Werften, denn derzeit besteht bei den Reedereien kein Bedarf an den Neubauten. Bernhard Meyer, Senior-Chef der Meyer Werft hatte erst kürzlich in einer Videobotschaft davon berichtet, dass die aktuelle Situation eine Krise in einem noch nie dagewesenen Ausmaß ist. Er erwartet in den kommenden Jahren keine Neubauaufträge für sein Unternehmen. Bestehende Neubauaufträge sollen gestreckt werden, so dass zukünftig nur noch ein großes und ein kleines Kreuzfahrtschiff pro Jahr abgeliefert wird. Bisher wurden bis zu zwei große und ein kleines Schiff pro Jahr an die Reedereien ausgeliefert.


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