• Christian Eckardt

Nächtliche Suche nach 24 jähriger eines Containerschiffes in der Wesermündung - Frau bleibt vermisst


SANTA CLARA - Foto Hamburg Süd


Die Seenotretter der Stationen Bremerhaven und Fedderwardersiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am vergangen Sonntag, 7. Februar 2021), in den frühen Morgenstunden gemeinsam mit zahlreichen weiteren Einheiten nach einer 24 jährigen Frau die von Bord des Containerfrachters SANTA CLAR gestürzt war, intensiv gesucht. Koordiniert wurde die Suche durch die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS. Das Unglück ereignete sich in der Wesermündung beim Anlauf nach Bremerhaven.

Wie die DGzRS mitteilte wurde die SEENOTLEITUNG BREMEN um 3.44 Uhr alarmiert, dass von dem 300 Meter langen Containerfrachter „Santa Clara“ von Hamburg Süd bei der Tonne 39 vor Bremerhaven (etwa in Höhe von Fedderwardersiel) ein weibliches Besatzungsmitglied über Bord gestürzt sei. In die Suche waren der Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER der Station Bremerhaven, das Seenotrettungsboot EMIL ZIMMERMANN (Freiwilligenstation Fedderwardersiel), zwei Lotsenversetzboote und das Polizeiboot VISURA sowie weitere Fahrzeuge eingebunden.


Als erstes im Suchgebiet war ein Hubschrauber von Northern Helicopter. Durch die SAR-Leitstelle (Rescue Coordination Center - RCC) GLÜCKSBURG der Marine wurde ein Sea-King-Hubschrauber eingesetzt, der das gesamte Wattengebiet abflog. Die seeseitige Suche im Wattengebiet der Wesermündung wurde durch die extrem niedrigen Wasserstände der heutigen Nacht erschwert. So konnte das Seenotrettungsboot EMIL ZIMMERMANN selbst bei Hochwasser und mit seinem geringen Tiefgang den Mittelpriel Richtung Weserfahrwasser nicht queren. In der Nacht erreichte das Hochwasser nur einen Stand von zwei Metern unter dem normalen Wasserstand.


Die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied wurde am späten Sonntagvormittag bis zum Eintreffen neuer Erkenntnisse eingestellt. Bei Niedrigwasser wurde im Laufe des Tages eine Nachsuche durchgeführt.

Zum Zeitpunkt der Suche herrschte Sturm mit Böen von zehn Beaufort (über 100 km/h) bei einer Lufttemperatur von minus acht Grad Celsius und einer Wassertemperatur von zwei Grad Celsius.


Die Polizei hatte sogleich die Ermittlungen aufgenommen. „Wir sind nach der Untersuchung sicher, dass es sich um einen Unfall handelt“, so Nils Matthiesen von der Polizei Bremen. Die 24-jährige Frau sei bei Arbeiten an der Reling über Bord gegangen. „Die anderen Crewmitglieder haben sofort vorbildlich alle notwendigen Rettungsmaßnahmen eingeleitet“, so Matthiesen weiter. Von der 24-Jährigen fehlt weiterhin jede Spur.

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