• Christian Eckardt

Stahlkuppel des Simon-Loschen-Turms in neuer alter Pracht


Foto: Bremenports

Denkmalgeschütztes Wahrzeichen von bremenports saniert

Die Sanierungsarbeiten am Loschen Turm sind abgeschlossen und das Wahrzeichen am Neuen Hafen strahlt im neuen Glanz. Im September des letzten Jahres war das denkmalgeschützte Seezeichen eingehaust worden, um Konservierungs- und Beschichtungsarbeiten der Stahlkanzel durch zu führen. Angesetzt waren hierfür zunächst 6-9 Wochen Bauzeit.

Bei den Entschichtungsarbeiten stellte sich jedoch heraus, dass die Kanzel massive Schäden an tragenden Bauteilen aufwies. Deshalb wurden umfangreiche Stahlbauarbeiten erforderlich. Die Bauteile wurden teilweise in aufwendiger Handarbeit detailgetreu nachgebildet. Hierdurch hat sich die Bauzeit auf ca. 6 Monate verlängert.

Im Rahmen der Bestandsaufnahme wurde in Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege sowie der unteren Denkmalschutzbehörde die Farbe von einem Restaurator bis auf den letzten Anstrich abgetragen, um festzustellen zu können welche Farbtöne bei der Erbauung verwendet worden sind. Hierdurch war nachvollziehbar, wie die ursprüngliche Farbgebung der Kanzel gewesen ist.

In Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz sowie dem Restaurator wurde entschieden, dass die Gelegenheit genutzt werden soll, um diese ursprüngliche Farbgestaltung wieder herzustellen. Dies stellt zugleich eine Ähnlichkeit mit der Farbgestaltung anderer Seezeichen dar. Zusätzlich wurden die Scheiben der Kanzel gegen Sicherheitsglas getauscht. Unterstützt wurde das Projekt von der Bundesregierung mit einer Förderung durch das Denkmalpflegeprogramm.

bremenports-Geschäftsführer Robert Howe bedankte sich bei allen Beteiligten für die kompetente und angenehme Zusammenarbeit. „Der Loschenturm ist ein herausragendes Baudenkmal der Seestadt Bremerhaven. Ich freue mich, dass es in gemeinsamer Anstrengung aller an der Sanierung Beteiligter gelungen ist, den Turm für die Zukunft fit zu machen.“


Der knapp 40 Meter hohe Loschen Turm ist der älteste noch in Betrieb befindliche Festland-Leuchtturm an der Deutschen Bucht. Er wurde zwischen 1853 und 1855 nach Plänen des Bremer Architekten Simon Loschen im Stil der norddeutschen Backsteingotik erbaut, ging 1856 in Betrieb und wurde 1984 unter Denkmalschutz gestellt.

Die weserabwärts scheinende Richtfeuerlinie wurde 1959 durch eine andere Befeuerung ersetzt. Für die weseraufwärts gerichtete Linie, sie bildet den Übergangsbereich von der Außen- zur Unterweser, ist der Turm noch heute als Oberfeuer in Betrieb. Das zugehörige Unterfeuer Bremerhaven bildet der rot-weiß gestreifte Leuchtturm auf der Südmole der Schleuse.

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