• Christian Eckardt

Autotransporter kollidiert mit der Nordschleuse in Bremerhaven


Wasserschutzpolizei verhängt Auslaufverbot

Wie die Wasserschutzpolizei jetzt mitteilte, kollidierte bereits in der Nacht von Montag auf Dienstag ein Autotransporter im Wendebecken des Bremerhavener Nordhafens mit der Nordschleuse. Personenschäden wurden nicht gemeldet.

Der unter der Flagge Norwegens fahrende Autotransporter wollte dabei mit Unterstützung von zwei Schleppern aus dem Nordhafen Bremerhaven in Richtung See auslaufen, Zielhafen war Hamburg. Trotz der Schlepperunterstützung kollidierte der Autotransporter an backbord mit der östlichen Begrenzung des Binnenhauptes an der Nordschleuse. Wie die Polizei mitteilte, entstand an der Rollschicht der Pierkante ein Schaden. An dem Schiff wurde ein circa 20 Zentimeter langer Riss festgestellt. Die zuständige Behörde erteilte für den Autotransporter ein Auslaufverbot, dass nun bis zur Reparatur und einer Bestätigung der Klassifikationsgesellschaft den Überseehafen von Bremerhaven nicht verlassen darf. Die chinesische Schiffsführung erwartet zudem ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Die weiteren Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zur Unfallursache dauern an.


Den Schiffsnamen teilte die Wasserschutzpolizei nicht mit, aber nach Auswertung der Tracking-Daten des AIS-Senders vom vergangen Montagabend wird es sich dabei vermutlich um den 200 Meter langen und 36 Meter breiten Autotransporter „Höegh Trapper“ der norwegischen Reederei Höegh Autoliners handeln, der mittlerweile in den Kaiserhafen II verholt wurde. Der 2016 erbaute Transporter wurde auf der chinesischen Werft Xiamen SB Industry Co. erbaut und gehört mit seinen fünf Schwesterschiffen der so genannten New Horizon-Klasse mit einer Kapazität für 8.500 Standard-Fahrzeugen (ceu) zu den größten Carriern dieser Art.

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