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Baubeginn für zwei neue SWATH-Lotsenversetzschiffe bei A&R in Lemwerder

Autorenbild: Christian Eckardt
Christian Eckardt
vor 10 Minuten
2 Min. Lesezeit

Foto A&R
Foto A&R

Ende September wurden bei Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft in Lemwerder im Namen der WSV - Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes die Kiellegung für zwei neue SWATH-Pilotentender mit den Baunummern 6519 und 6520 gefeiert Die traditionelle Platzierung der Zeitkapsel markierte einen bedeutenden Meilenstein in der fortlaufenden Realisierung dieser modernen Spezialschiffe.


„Die neuen SWATH-Lotsenversetzschiffe werden nach der Ablieferung die Vorgängerschiffe „Döse“ und „Duhnen“ ablösen und durch den Lotsbetriebsverein e.V. für das Versetzen von Lotsen im Bereich der Elbmündung bis hinaus in die Nähe von Helgoland eingesetzt“ wie Holger Feldmann, Leiter des Dezernats Seelotswesen, Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt erklärte.


Die Auslieferung beider Schiffe ist bis Ende 2027 geplant. Der Heimathafen der beiden Neubauten wird, wie bereits der Heimathafen der Vorgängerschiffe, Cuxhaven sein.

SWATH steht für „Small-Waterplane-Area-Twin-Hull“-Schiff. Ein SWATH-Schiff besteht aus zwei torpedoförmigen Unterwasserrümpfen, die das auftriebsgebende Volumen der Schiffe deutlich unter der Wasserlinie konzentrieren. Das Gros der Schiffstrukturen befindet sich deutlich darüber und ist nur mit schmalen Stützen mit dem Unterwasser-Teil verbunden. Die Angriffsfläche für Wellen auf Höhe der Wasserlinie des Schiffes ist somit reduziert. Diese spezielle Konstruktion sorgt für ein stabiles und ruhiges Fahrverhalten.

Damit bieten die neuen Schiffe den Lotsinnen und Lotsen jeweils eine ideale Arbeitsplattform beim Übersteigen auf große Schiffe während der Fahrt und bei widrigen Seegangbedingungen.


Michael Heidbrink, Leiter der Fachstelle Maschinenwesen Nord: „Die hier entstehenden Neubauten werden zu den modernsten ihrer Art gehören. Sie sind nicht nur aufgrund ihrer Bauart besonders fahrstabil, sondern werden zudem mit modernster, digitaler Technik leistungsfähig und krisenfest ausgestattet sein.“


Die 25,63 Meter langen und 14,27 Meter breiten Neubauten zeichnen sich dadurch aus, dass sie aufgrund modernster Ausstattung für den Lotsenversetzdienst Einsatzplattformen darstellen, die über hervorragende Möglichkeiten zur Verkehrsbeobachtung und - Management verfügen und diese auch im Fall von Störungen, beispielsweise der Satelliteninfrastruktur, aufrechterhalten können.


Die Schiffe werden über ein dieselelektrisches Antriebskonzept verfügen. Dabei werden zwei Propeller durch zwei Elektromotoren angetrieben; die elektrische Energie wird durch vier Dieselmotoren mit einer Leistung von jeweils 441 kW erzeugt. Die Höchstgeschwindigkeit wird 18 Knoten betragen.


Die neuen Schiffe verfügen über eine Transportkapazität für bis zu 12 Personen, zudem ist die Mitnahme von zusätzlichen Versorgungsgütern für die Lotsenstationsschiffe möglich.

 

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