• Christian Eckardt

Costa Kreuzfahrten kehrt nach Bremerhaven zurück



Erstanlauf der „Costa Fortuna“ an der Columbuskaje am vergangen Wochenende

Costa Kreuzfahrten nimmt nach zweijähriger coronabedingter Pause wieder Ziele in der Nord- und Ostsee in das Programm. Die zum amerikanischen Carnival-Konzern gehörende Reederei wird mit vier Schiffen bis Mitte September im Norden verkehren, darunter die „Costa Diadema“ mit einer Kapazität für 3700 Gäste, die von Kiel ausläuft.


Auch von der Columbuskaje in Bremerhaven hat Costa die diesjährige Kreuzfahrtsaison wieder aufgenommen. Am vergangen Samstag traf die „Costa Fortuna“ aus dem Mittelmeer kommend morgens leer am Columbus Cruise Center ein. Am Abend lief das Schiff dann mit nur 450 Gästen mit Kurs auf den niederländischen Hafen Ijumiden wieder aus, wo weitere vor allem internationale Gäste für die dann folgende Island-Reise zusteigen werden.



Costa rechnet nach Medienberichten mit rund 24.000 ein- und aussteigenden Gästen für Bremerhaven, fast dreimal soviel wie in früheren Zeiten. Set über 10 Jahren hat die italienische Reederei Bremerhaven im Fahrplan, seit 2016 aber auch als Zustiegshafen. Angedacht ist sogar, dass von Bremerhaven aus ein zweites Schiff verkehrt, aber das seien langfristige Pläne. Für das nächste Jahr wird aber von Costa für Bremerhaven ein noch größeres Schiff eingesetzt, die rund 3.800 Passagiere fassende „Costa Favolosa“.


Ab 2023 von Bremerhaven aus im Einsatz - die COSTA FAVOLSOSA


Die „Costa Fortuna“ hat Platz für fast 3500 Passagiere, nimmt aber aktuell nicht mehr als 3.000 Gäste mit an Bord. Aber auch damit ist das Schiff, von der Passagierkapazität, das größte Schiff, das in dieser laufenden Kreuzfahrtsaison an der Columbuskaje festmachen wird. Das Columbus Cruise Center rechnet in diesem Jahr mit rund 260.000 Passagierabfertigungen an der Columbuskaje, die in diesem Jahr aufgrund des Neubaus der Pier nur beschränkt genutzt werden kann. Maximal zwei Schiffe können in diesem Jahr an der Pier abgefertigt werden, wobei die Gäste die die am Südende der Pier liegenden Schiffe dann nicht über die Passagierbrücken an Bord kommen, sondern mit Transferbussen zum Schiff gebracht werden.



Die „Costa Fortuna“ wurde 2003 von der italienischen Fincantieri-Werft abgliefert und war zu dem Zeitpunkt das größte in Italien gebaute Kreuzfahrtschiff. Viele Jahre wurde das Schiff auf dem chinesischen Markt eingesetzt, ehe es 2018 in Singapur für den europäischen Markt wieder umgebaut wurde. Seit 2019 ist ihr Heimathafen wieder Genua und sie fährt unter italienischer Flagge. Die „Costa Fortuna“ ist 272 Meter lang, 35,5 Meter breit und gehört gemeinsam mit ihrem Schwesterschiff „Costa Magica“ zur so genannten Destiny-Klasse. Zwei Schiffe aus dieser Klasse fahren für die amerikanische Carnival Cruise Line. 1.027 Crewmitglieder kümmern sich um das Wohl der Gäste. Die „Costa Fortuna“ verfügt über insgesamt 1.358 Kabinen, von denen 464 Kabinen mit einem Balkon ausgestattet sind. 27 Kabinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie 58 Suiten runden das Angebot ab.

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