• Christian Eckardt

Eignerwechsel bei der Elbfähre Glückstadt Wischhafen




FRS übernimmt das Traditionsunternehmen Elbfähre Glückstadt Wischhafen zum 21. Oktober 2020


Zum 21. Oktober 2020 hat die im schleswig-holsteinischen Flensburg beheimatete Reederei FRS das Steuer der Elbfähre Glückstadt Wischhafen übernommen. Am Vormittag überreichte Frau Both-Walberg, die bis dato die familiengeführte Reederei in dritter Generation als geschäftsführende Gesellschafterin leitete, an Bord der Fähre „Glückstadt“ das Steuerrad an FRS. Damit tritt FRS als familiengeführtes Unternehmen mit über 150-jähriger Firmengeschichte die Altersnachfolge der norddeutschen Fährlinie an.

Zu FRS gehören u.a. auch die in Norddeutschland bekannten Reedereien FRS Helgoline mit ihrer Katamaran-Verbindung von Hamburg über Cuxhaven nach Helgoland sowie die FRS Syltfähre als verlässliche Ganzjahresanbindung an Sylt.


FRS freut sich auf die neue Aufgabe, die Elbfähre Glückstadt Wischhafen in ihrer Tradition fortzuführen. FRS bringt umfangreiche jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich Fährschifffahrt, sowohl im Urlaubersegment als auch im gewerblichen Verkehr, mit. „Wir freuen uns sehr, in FRS eine familiengeführte Unternehmensgruppe gefunden zu haben, welche die Elbfähre Glückstadt Wischhafen mit gleichen Werten im Sinne der Gesellschafter fortführen wird.“ so Frau Both-Walberg. „Ich habe vollstes Vertrauen, dass FRS, diese Fährlinie mit Kompetenz und Weitsicht in die Zukunft führen wird.“


Die Geschäftsführung bei FRS übernehmen Birte Dettmers und Tim Kunstmann; beide stellen seit Jahren eine erfolgreiche Geschäftsführung der beiden Linien, FRS Helgoline und FRS Syltfähre. Die neue Führung hat sich bereits mit Frau Both-Walberg austauschen können und begrüßt es ausdrücklich, dass Frau Both-Walberg auch in der Anfangszeit noch beratend zur Seite steht, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Auch die langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter an Land und an Bord sind für Dettmers und Kunstmann eine wichtige Säule, um den Fährbetrieb in bekannt verlässlicher Art und Weise zu betreiben. Durch die Frachtkunden der Syltfähre gibt es zudem bereits viele gemeinsame Kunden, die schon jetzt den Service von FRS schätzen. Großes Potential liegt zudem im Bereich von Kombitickets mit der Elbfähre Glückstadt-Wischhafen und den Verkehren nach Sylt von FRS Syltfähre sowie nach Helgoland von FRS Helgoline.


Mit FRS gewinnt die Region einen verlässlichen, bereits seit Jahrzehnten im Raum Unterelbe / Deutsche Bucht tätigen Partner, der die attraktive Elbquerung weiterhin mit einer engen Taktung anbieten wird


Green Shipping Als einer der führenden Spezialisten im Bereich der Fährschifffahrt ist sich FRS der Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Regionen, in denen die Reederei ihre Geschäfte betreibt, bewusst. Neue Antriebsmodelle, Umbauten von Motoren, alternative Treibstoffe – all diese Entwicklungen verfolgt FRS intensiv und setzt bereits in zahlreichen Verkehren auf umweltfreundliche Antriebstechniken. Mit dem Tochterunternehmen Weiße Flotte betreibt FRS batteriebetriebene Solarschiffe in Berlin, die FRS Syltfähre setzt seit November 2019 zusätzlich auf eine LNG angetriebene Fähre nach Sylt. Darüber hinaus betreibt FRS mit den Tochterunternehmen FRS Windcat Offshore Logistics Offshore-Versorgungsschiffe und ist somit Teil der Energiewende Deutschlands. Dabei sind die Offshore Schiffe von FRS mit hohen Geschwindigkeiten bei zeitgleich geringem Verbrauch die effizientesten in ihrem Segment. Bei einer Planungssicherheit wäre FRS sehr interessiert, das vorhandene Knowhow in die Entwicklung potentieller Schiffe mit umweltfreundlichen Antrieben für die Elbfähre zu intensivieren. Hier spielt der Zeitplan des Ausbaus der A20 eine entscheidende Rolle.


Über die Elbfähre


Im Jahr 2019 hat die Elbfähre 100-jähriges Jubiläum gefeiert, seit 1919 verbindet die Elbfähre Schleswig-Holstein und Niedersachsen miteinander. Zwischen Glückstadt und Wischhafen pendeln ganzjährig bis zu vier Fähren und verbinden die beiden Bundesländer im Zuge der B 495 miteinander. Über 500 internationale Speditionen nutzen die Elbfähre als Alternative zum Hamburger Elbtunnel. Auch Urlauber, Tagesausflügler, Radfahrer und örtliches Gewerbe, sowie die Landwirtschaft sehen die beliebte Fährlinie als short-cut zwischen den beiden nördlichen Bundesländern. Die Elbfähre transportiert jährlich ca. 600.000 Fahrzeuge.



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