• Christian Eckardt

Ems Maritime Offshore trennt sich von zwei Offshore-Spezialschiffen



Die Ems Maritime Offshore (EMO), ein maritimer Offshore-Dienstleister in der Nordsee, hat sich kürzlich von zwei so genannten Crew Transfer Vessel (CTV) getrennt, die mittlerweile an die neuen Eigentümer übergeben werden konnten. Mit dem Verkauf beider Einheiten verfolgt EMO das langfristige Ziel, die eigene, derzeit aus vier Spezialschiffen bestehende Flotte agil den Marktanforderungen in Menge und technischen Anforderungen anzupassen, wie das Unternehmen jetzt mitteilte.

So wurde bereits Ende September das Spezialschiff „WINDEA one“ der EMO, eine Tochterfirma der Emder Aktien-Gesellschaft „EMS“ an neuen Eigner übergeben, der das Schiff nun unter dem Namen „SCF Volkhov“ in russischen Gewässern vor Murmansk einsetzt. Seit der Taufe im Jahr 2013 konnte die in Emden beheimatete „WINDEA one“ durchgehend beschäftigt werden. Haupteinsatzgebiet war der Offshore-Windpark „Trianel Windpark Borkum“ rund 45 Kilometer vor der gleichnamigen Insel. Während der Einsatzzeit hat die „WINDEA one“ rund 27.000 Überstiege auf Offshore-Anlagen oder Serviceschiffe durchgeführt. Der Katamaran vom Typ „Twin Axe Fast Crew Supplier 2610“ wurde von der DAMEN Werft mit Sitz im niederländischen Gorinchem aus Aluminium gefertigt. Es wurde speziell für den schnellen Transfer von Personal zum Bau bzw. die Instandhaltung von Offshore-Bauwerken konzipiert. Die Rumpfform basiert auf dem „Sea Axe“-Konzept der Bauwerft.

Mitte Oktober konnte dann schon das Schwesterschiff „WINDEA two“ an einen neuen Eigentümer übergeben werden, der es zukünftig in japanischen Offshore-Wind-Projekten einsetzen wird. Hierfür wurde der Katamaran als Deckslast auf dem Schwerlastschiff „Josef“ in Emden verladen und nach Japan transportiert. Mittlerweile ist der Katamaran mit dem neuen Namen „JCAT Two“ dort angekommen und befindet sich seit dem Jahreswechsel auf einer Werft südlich von Yokohama.

Mit dem Einsatz der „WINDEA two“ ab August 2014 konnte die EMO die hohe Nachfrage für die Versorgung von Offshore-Windparks erfüllen. Dabei wurden die Schiffe den Bedürfnissen der Kunden stets angepasst. So verfügte die „WINDEA two“ zu Beginn über 16 Sitzplätze für Passagiere, statt der damals üblichen 12. Später wurde die Anzahl auf Kundenwunsch sogar noch auf 18 Sitzplätze erhöht. Im Laufe der sechsjährigen Einsatzzeit wurden mit der „WINDEA two“ rund 39.000 Überstiege auf Offshore-Anlagen oder Serviceschiffe durchgeführt.

Von der EMO werden umfangreiche maritime Dienstleistungen für Offshore-Windparks entwickelt und umgesetzt. Neben den Aktivitäten einer zertifizierten Reederei, werden durch die EMO auch Hafendienstleistungen in verschiedenen Servicehäfen in der Nähe der Windparkcluster erbracht. Dazu gehören die Bereitstellung von Büro-, Lager- und Außenlagerkapazitäten sowie von Stellplätzen und Liegeplätzen für Serviceschiffe. Die maritime Koordinierung, die die Steuerung aller logistischen Prozesse und die maritime Seeraumbeobachtung übernimmt, wird durch die hauseigene Leitstelle VENTUSmarine durchgeführt. Heute bereedert die EMO vier eigene Spezial-Katamarane und beschäftigt rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit den Standorten von Büsum und Cuxhaven bis nach Emden und weiter nach Eemshaven/NL sowie auf Borkum und Helgoland ist das Unternehmen dort, wo die Kunden die maritimen Dienstleistungen benötigen.

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