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  • AutorenbildChristian Eckardt

Erstanlauf für Maersk-Methanol-Boxcarrier „Laura Maersk“ an der Stromkaje


Das weltweit erste methanolfähige Containerschiff, die erst am 14. September von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Kopenhagen getaufte „Laura Maersk“ (IMO 9944546), machte am vergangenem Freitag (13.10.) erstmalig am NTB-Terminal in Bremerhaven fest. Auf der Brücke des Schiffes erfolgte am NTB-Terminal an der Stromkaje eine offizielle Begrüßung des niederländischen Kapitäns Pieter van Rijn durch den NTB-Schichtleiter Tim-Oliver Sachweh. Dieser erhielt von NTB-Geschäftsführer Aad Scholten und Schichtleiter Tim-Oliver Sachweh eine Seekarte der Weser vor Bremerhaven, die nun auf der Brücke der „Laura Maersk“ mitfahren wird.


Übergabe der Seekarte auf der Brücke der LAURA MAERSK: Links NTB-Geschäftsführer Aad Scholten, Mitte Kapitän Pieter van Rijn und rechts NTB Schichtleiter Tim-Oliver Sachweh


Maersk plant, das neue Schiff von Anfang an mit klimaneutralem E-Methanol oder nachhaltigem Bio-Methanol zu betreiben, obwohl das Schiff mit dem von Hyundai Engine and Machinery gelieferten Hauptmotor auch in der Lage ist, klassische Standardtreibstoffe wie Marine Gas Oil (MGO) zu verwenden. Maersk hatte mit dem niederländischen Hersteller und Händler wasserstoffbasierter Produkte OCI Global schon rechtzeitig einen entsprechenden Liefervertrag für grünes Methanol geschlossen.


Nach derzeitigem Fahrplan wird das 2.100 TEU-Feederschiff, zukünftig wöchentlich die Stromkaje in Bremerhaven als einzigen deutschen Hafen auf der Ostseeroute, via Nord-Ostsee-Kanal mit Anläufen von verschiedenen Häfen in Dänemark und Schweden, ansteuern. Beim Erstanlauf in Bremerhaven wurden insgesamt 600 Container umgeschlagen, wie Schichtleiter Sachweh erläuterte. Auch wird unregelmäßig Rotterdam in den Fahrplan für den Boxcarrier mit aufgenommen, einerseits zur Ladungslöschung als auch zur Methanol-Betankung. Schon auf der Überführungsreise der „Laura Maersk“ von der Bauwerft nach Nordeuropa im August erfolgte dort die erste Bebunkerung des Schiffes mit grünem Methanol von OCI HyFuels. Ab dem nächsten Frühjahr soll die Betankung mit Methanol dann im dänischen Hafenstadt Apenrade erfolgen, wie Kapitän van Rijn erklärte.


Bebunkerung der LAURA MAERSK im Hafen von Rotterdam, Foto Port of Rotterdam


Das von südkoreanischen Werft Hyundai Mipo in Ulsan (Korea) gebaute 172 Meter lange Schiff ist erst der Auftakt einer großen weiteren Methanol-Serie, denn die Reederei hat für die langen Asien-Europa-Routen insgesamt schon 18 Boxcarrier mit einer Kapazität von jeweils rund 16.000 TEU bei Hyundai bestellt. Diese sollen voraussichtlich in den Jahren 2024 und 2025 abgeliefert und in Betrieb genommen werden.


Die weltweit zweitgrößte Containerreederei der Welt Maersk hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 Net-Zero-Treibhausgasemissionen zu erreichen, und strebt an, bis 2030 mindestens 25 Prozent der Seetransporte mit grünen Brennstoffen zu transportieren. Die Indienststellung der „Laura Maersk“ ist dabei ein wichtiger Schritt in Richtung des langfristigen Ziels, die gesamte Maersk-Flotte schrittweise auf den Betrieb mit grünen Brennstoffen umzustellen.


Fotos: Scheer



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