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  • AutorenbildChristian Eckardt

Fassmer-Neubau „Neustadt“ am Warnemünder Cruise Center feierlich in Dienst gestellt



Am 10. Juni 2023 hat die Bundespolizei mit der „Neustadt“ (BP 84) ihr viertes neues Einsatzschiff der „Potsdam“-Klasse, das von der Fassmer-Werft in Berne an der Unterweser erbaut wurde, in Rostock-Warnemünde feierlich in Dienst gestellt.

Nach den Taufen der ersten drei neuen Einsatzschiffe, der „Potsdam“ (BP 81), „Bamberg“ (BP 82) und der „Bad Düben“ (BP 83), in den Jahren 2018 und 2019 wurde die „Neustadt“ nun am Warnemünder Cruise Center feierlich getauft, gesegnet und in Dienst gestellt.


Als Taufpatin betonte die Bundesministerin des Innern und für Heimat, Nancy Faeser in ihrer Rede, dass der gesamte maritime Raum verwundbarer geworden sei und dass das wegen ihrer geographischen Lage insbesondere für die Ostsee gelte. „Die Bundespolizei zeigt auf See mit sämtlichen verfügbaren Kräften und Schiffen Präsenz. Alles, was schwimmen kann, ist auf dem Wasser – im Dienste der Sicherheit unseres Landes!“, so die Ministerin weiter.

Weitere Redner bei der Feier waren der geschäftsführende Gesellschafter der Fassmer Werft, Harald Fassmer, der Bürgermeister der Stadt Neustadt, Mirko Spieckermann sowie der Kommandant der das Einsatzschiff übernehmenden Besatzung, Erster Polizeihauptkommissar Dirk Lange.


Foto: Bundespolizei


Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann, übergab dem Präsidenten der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Horst Kriesamer, anschließend das neue Einsatzschiff und überreichte ihm zur Indienststellung die Bundesdienstflagge der BP 84. Er wünschte der „Neustadt“ und ihrer Besatzung „Allzeit eine gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.“


Die Taufe des 86 Meter langen Schiffsneubaus auf den Namen „Neustadt“ als Dienstsitz des Direktionsbereiches Bundespolizei See der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt ist ein besonderes Zeichen der Verbundenheit und Wertschätzung zwischen der Bundespolizei und der Stadt Neustadt in Holstein. Sie folgt einer langen Tradition, schon das Bundesgrenzschutzboot BG 11 hatte den Namen „Neustadt“ getragen.


Seit ihrer Indienststellung eröffnen die neuen Einsatzschiffe der Bundespolizei völlig neue Möglichkeiten. Denn zur Ausstattung gehört auch eine Bordkanone. Diese wurden mit dem Seezielgeschütz vom Typ Mark110 von BAE Systems ausgestattet, die über ein Kaliber von 57 Millimeter verfügt.. „Diese Bewaffnung ist für Sonderlagen auf See bestimmt. Zum Beispiel für den Schuss vor den Bug oder bei Einsätzen mit Spezialeinheiten“, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei. Das Geschütz wird beispielsweise auch von der US Navy sowie bei Sicherheitsbehörden in Kanada und in Asien eingesetzt. Es kann sechs Kilo schwere Geschosse bis zu 13 Kilometer weit feuern.


Angetrieben werden die Einsatzschiffe von zwei 4080 KW starken Wärtsilä-Motoren. Der diesel-elektrische Antrieb gibt dem Schiff für eine 19-köpfige Stammbesatzung eine Höchstgeschwindigkeit von 21 Knoten. Kojen an Bord gibt es für insgesamt 48 Personen, um bei Sonderlagen zusätzlich Personal aufnehmen zu können. An Deck kann außerdem der größte Einsatzhubschrauber der Bundespolizei, die „Super Puma“, landen. Seitlich integriert sind zwei jeweils 8,5 Meter lange Einsatzboote, am Heck können zwei Spezialboote der GSG 9 aufgenommen werden. Ein Mast mit lasergesteuertem Nachtsichtgerät und Wärmebildkamera liefert der Besatzung alle erdenklichen Aufnahmen des Einsatzgebietes. Im Zusammenwirken mit der GSG 9 der Bundespolizei und der Bundespolizei-Fliegergruppe sind die Einsatzschiffe in der Lage, auf komplexe Bedrohungslagen auf See zu reagieren.



Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums (rechts) übergibt die Bundesdienstflagge an den Präsidenten der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Foto Bundespolizei

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