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  • AutorenbildChristian Eckardt

„Giraffenkran“ in Bremerhaven wird abgebrochen

Aktualisiert: 4. März 2023


Im Zuge des Neubaus der Columbuskaje in Bremerhaven geht es jetzt der weithin sichtbaren Landmarke des so genannten „Giraffenkran“ am Südende der Kaje an den Kragen, in der Vergangenheit immer ein beliebtes Fotomotiv am Ausgang der Kaiserschleuse.

Am vergangenen Donnerstag (2.3.) waren den ganzen Tag über zwei vier Schwerlastautokrane und zwei Schwimmkrane von BVT Chartering im Einsatz, um den filigranen Ausleger der 54 Meter hohen Krankonstruktion abzubauen. Mit Einbruch der Dunkelheit konnte der Ausleger dann auf der Kaje abgesetzt werden. Der 36 Meter lange und 34 Tonnen schwere Ausleger und auch das übrige, zum Teil stark marode Stahlgerippe landen nun im Alteisen. zuvor müssen die Teile aber noch vor der Verwertung von dem zum Teil schadstoffhaltigen Anstrich entfernt werden. Hierzu werden die Stahlteile in einem großem Zelt eingehaust und dort abgestrahlt.


Der 1976 von dem Kranhersteller Peiner erbaute Leichtbaukran erinnerte dank des langen und schlanken Auslegers an die Silhouette einer Giraffe – und wurde deshalb in Bremerhaven auch liebevoll „Giraffenkran“ genannt. Mit dem hoch gefahrenen Ausleger war dieser dann insgesamt 93 Meter hoch, konnte bis zu 38 Tonnen heben.


Die unübliche Gitterkonstruktion wurde beim Bau des Krans 1976 gewählt, um Gewicht zu sparen. Denn der Kran steht auf einem alten Teil der Columbuskaje, die vor 100 Jahren noch auf Holzpfählen gegründet wurde. Eine übliche Containerbrücke in Vollbauweise wäre somit zu schwer für die Kajenkonstruktion gewesen. Nun folgt im Auftrag des Hafenbetreibers Bremenports der Rückbau des Krans, der schon seit vielen Jahren nicht mehr im Einsatz war. Der komplette Abbruch des Krans wird aber noch rund 4 Wochen dauern, wie BVT Projektleiter Jörn Haumüller auf Anfrage mitteilte. Ein Erhalt oder ein Neuaufbau an anderer Stelle dieses nicht denkmalgeschützten aber stark korrodierten Krans wurde für die „Giraffe“ aber nicht in Erwägung gezogen.


Fotos: Wolfhard Scheer

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