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Indische Cordelia Cruises übernimmt „Norwegian Sky“ in der Türkei

Autorenbild: Christian Eckardt
Christian Eckardt
vor 17 Stunden
2 Min. Lesezeit

Ab 2027 folgt auch die bei der Lloyd Werft erbaute „Norwegian Sun“ nach Indien

 

 

Die indische Kreuzfahrtreederei Cordelia Cruises hat von der US-amerikanischen Reederei Norwegian Cruise Line das Kreuzfahrtschiff „Norwegian Sky“ übernommen, wie der Präsident und CEO des Unternehmens, Jürgen Bailom, jetzt mitteilte. Das Schiff, das 27 Jahre durgehend bei NCL im Einsatz war, wurde von Cordelia Cruises im Rahmen eines langfristigen Leasingvertrags übernommen.  „Die Formalitäten sind erledigt. Jetzt gehört sie uns. Willkommen in der Flotte, Cordelia Sky“, schrieb Bailom in einem Social-Media-Beitrag.


Die bis zu 2.000 Passagiere fassende „Norwegian Sky“, die neben der „Empress“ auf Routen ab Mumbai und Chennai eingesetzt wird, wird derzeit vor ihrer Rückkehr nach Indien modernisiert und befindet sich auf einer türkischen Werft in Yalova.


Vorgesehen war, dass vor der Übergabe des 258 Meter langen Schiffes an Cordelia auch eine Überführungsfahrt in den Nahen Osten durchgeführt werden sollte. Doch die 23-tägige Kreuzfahrt wurde jedoch aufgrund von Sicherheitsbedenken in der Region abgesagt.

Im Rahmen ihrer ersten Saison für Cordelia Cruises wird das Schiff, in „Cordelia Sky“ umbenannt,  Kurzkreuzfahrten zu Zielen in Indien sowie längere Fahrten nach Südostasien anbieten. Der Einsatz beginnt am 23. Oktober 2026 und umfasst zwei- bis fünftägige Reisen nach Lakshadweep und Goa. Ab Juni 2027 soll das Schiff auch siebentägige Kreuzfahrten zwischen Chennai und Singapur anbieten, die auch Malaysia und Thailand anlaufen werden.

Cordelia Cruises wurde 2021 gegründet und betreibt derzeit ein Schiff: die ehemalige „Empress of the Seas“ von Royal Caribbean als „Cordelia Empress“. Ende 2027 soll auch die 2001 von der Lloyd Werft erbaute Halbschwester der „Cordelia Sky“, die „Norwegian Sun“ (IMO 9218131) zur Flotte hinzukommen. Jurgen Bailom, Präsident und CEO von Cordelia Cruises, sagte: „Wir freuen uns, diese kultigen Schiffe in der Cordelia-Flotte willkommen zu heißen und damit an den überwältigenden Erfolg der Cordelia Empress anzuknüpfen, die den Kreuzfahrturlaub für indische Reisende neu definiert hat. Mit der „Norwegian Sky“ und der „Norwegian Sun“ betreten wir eine neue Ära des Kreuzfahrterlebnisses für indische Gäste - eine Ära, die größer, mutiger und intensiver ist als je zuvor.“


Mit der „Cordelia Sky“ gewinnt der indische Kreuzfahrtmarkt somit nicht nur zusätzliche Kapazität. Das Schiff steht zugleich für den Versuch, Kreuzfahrten stärker als regionales Urlaubsprodukt für indische Gäste zu etablieren – mit kurzen Reisen ab Mumbai, bekannten Urlaubszielen wie Goa und Lakshadweep und einer zunehmenden Ausweitung auf Südostasien.

Norwegian Sky 1999 an der Ausrüstungskaje der Lloyd Werft
Norwegian Sky 1999 an der Ausrüstungskaje der Lloyd Werft

Das 1999 von der Lloyd Werft Bremerhaven fertiggestellte Schiff war ursprünglich als „Costa Olympia“ für Costa Cruises beim Bremer Vulkan bestellt und sollte ein Schwesterschiff der „Costa Victoria“ werden.. Das Schiff war zu etwa 35 Prozent fertiggestellt, als die Bauwerft 1996 Insolvenz anmelden musste. Die Lloyd Werft Bremerhaven GmbH erwarb den halbfertigen Rumpf im Herbst 1997 für 46 Millionen Mark aus der Konkursmasse des Vulkan-Verbundes und stellte das Schiff nach den Anforderungen von NCL fertig.


Nach der Ablieferung fuhr das Schiff zunächst in der Karibik. Wegen der Havarie der bei der Lloyd Werft im Bau befindlichen „Pride of America“ im Januar 2004 auf der Lloyd Werft setzte NCL die „Norwegian Sky“ ab Juni 2004 bis Mai 2008 unter dem Namen „Pride of Aloha“ für NCL America ein. Anschließend erhielt das Schiff wieder den Namen „Norwegian Sky“ zurück

 
 
 

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