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  • AutorenbildChristian Eckardt

„Klar Schiff“ auf der alten Bremerhavener Seebeckwerft




 Alte Pontons und zwei alte Krane wurden verkauft


„Klar Schiff“ wird derzeit, in Vorbereitung der weiteren Entwicklung der ehemaligen Bremerhavener Seebeckwerft zum Werftquartier durch die Petram-Group gemacht.

Die Petram-Group von Investor Dieter Petram ist Mit-Eigentümer des rund 18 Hektar großen ehemaligen Werftareals mit den dazugehörigen Werkstätten und Produktionshallen. An diesem Standort im Bremerhavener Fischereihafen wurden von 1910 bis 2009 große Frachtschiffe aber auch Fähr- und Kreuzfahrtschiffe bis zu einer Länge von 210 Meter und 30 Meter breite auf dem großen Helgen gefertigt. Diese wurden dann beim klassischen Stapellauf zu Wasser gelassen. Zum Werftareal gehörten auch entsprechende Ausrüstungskajen mit darauf befindlichen Krananlagen. Über Jahrzehnte prägten Werft- und Hafentätigkeiten das Areal, auf dem zuletzt über 300 Mitarbeiter beschäftigt waren.


Bei der Umgestaltung des Werftquartiers soll der bisherige industrielle Charme erhalten bleiben, unter anderem durch die Einbindung des Helgens, der Krane, der Vormontagehalle mit den Baudocks und des Werfthafens, die zukünftig unter Denkmalschutz gestellt werden sollen. Ein Großteil der Flächen und Hallen auf dem Werftareal werden aktuell vermietet, aber auch der Werfthafen steht bis auf weiteres der Hafenwirtschaft zur Verfügung. So konnte dort im letzten Jahr eine Neubaujacht über mehrere Wochen ausgerüstet werden.


Der Eigentümer nutzte jetzt aktuell die Chance, mit Hilfe des vor Ort anwesenden niederländischen Schwimmkrans „Missing Link“ mehrere ältere Stahlpontons aus dem Wasser des Werfthafens zu heben, die von der Werft an ein deutsch-holländisches Unternehmen verkauft wurden und nun auf einem Teil der Ausrüstungskaje zerlegt und später verwertet werden. Auch zwei kleinere, über 60 Jahre alte Werftkrane vom Hersteller Krupp-Ardelt, mit einer Hebeleistung von 30 Tonnen, wurden verkauft und nun mit Hilfe des örtlichen Unternehmens Lenz-Kran demontiert. „Die beiden, von weiten sichtbaren, großen grünen Krane, ein Portalkran und ein Pierkran bleiben auf dem Areal erhalten“, so Dieter Petram „und werden zukünftig einen interessanten Überblick über die auf der Werft eingesetzten Krantypen geben“.




 Das Areal des ‚Werftquartiers‘ rund um die ehemalige Seebeckwerft zwischen dem “Schaufenster Fischereihafen” und der Innenstadt mit den Havenwelten soll zu einem urbanen und lebendigen Quartier weiterentwickelt werden. Für die Umsetzung dieses langen Prozesses wurde ein städtebaulicher Rahmenplan erstellt. In dem Areal mit mehr als 140 ha sollen einmal mehr als 6.000 Personen wohnen und es soll auch mehr als 15.000 Arbeitsplätze bieten, so die Planungen.




Rendering Kühlken-Halbinsel


Während die städtebauliche Rahmenplanung unter der Projektsteuerung der BIS (Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung) mit dem Kopenhagener Architektur- und Stadtplanungsbüro Cobe unter Beteiligung des Landesgesellschaft FBG (Fischereihafen Betriebsgesellschaft) auf der Basis eines Wettbewerbsergebnisses vorangetrieben wird, wurden von der Stadtverordnetenversammlung parallel schon zwei Aufstellungsbeschlüsse für die Bebauungspläne für das Gelände der ehemaligen Seebeck-Werft und für das Gelände mit der ehemaligen Holzhandlung Külken, die sog. Külken-Halbinsel gefasst. Für einen Teil des ehemaligen Werftgeländes gibt es bereits Pläne seitens der Eigentümer, für die Külken-Halbinsel entwickelt die Arbeitsgemeinschaft Bremerhavener Wohnungswirtschaft unter dem Arbeitstitel „Van-Ronzelen-Quartier“ ein interessantes urbanes Gebiet

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