• Christian Eckardt

Kuppelturm wehrt sich immer noch gegen eine Bergung




Es ist noch kein Ende bei der Bergung der historischen Kuppel des Geeste-Molenturms in Bremerhaven absehbar. Vor nun über einer Woche ist ein Teil der historischen Nordmole an der Geestemünde zusammengestürzt. Seitdem steht der denkmalgeschützte Leuchtturm auf dem Molenkopf schief und ist ebenfalls vom Einsturz bedroht.


Am Donnerstag wurden insgesamt vier Bergungsversuche unternommen, um mit Hilfe eines Autokrans die geschätzt rund 5. Tonnen schwere Metallkuppel, die zuvor im Wasserstrahlverfahren vom Mauerwerk aufwendig getrennt wurde, herunter zu heben. Doch bei allen vier Versuchen bewegte sich die Kuppel nicht einen Zentimeter. Somit geht die Hafengesellschaft Bremenports davon aus, dass entweder die Kuppel schwerer ist als berechnet, oder aber da noch weitere Haltebolzen im Inneren des Backsteinturms für einen festen Halt der Kuppel sorgen.


Bei einer weiteren Inspektion von einem Steiger aus, sind am Freitagmorgen dann im Inneren der Kuppel, nach Entfernung der Schreiben, doch noch weitere, senkrechte Bolzen geortet worden, die die historische Konstruktion weiter fest mit dem steinernen Sockel verbinden. Ohne das Trennen dieser Bolzen kann die Kuppel nicht geborgen werden können.



Diese Stahlstrebe soll wohl erst in den siebziger Jahren eingezogen worden sein und verbindet die Haube mit dem Mauerwerk. Nun wollen die vor Ort tätigen Fachleute diese Stahlstrebe von außen durchtrennen, ohne aber den schief stehenden Turm aus Sicherheitsgründen betreten zu müssen. Die Trennung soll aber wohl mit der klassischen Sägetechnik erfolgen. Die Retter sind zuversichtlich, diese Stahlstrebe von außen durchtrennen zu können, ohne den schiefsten Turm der Welt betreten zu müssen. Dafür soll klassische Sägetechnik eingesetzt werden. Um diese Arbeiten durchführen zu können wurden mittlerweile von einem Gerüstbauer Gerüstelemente angeliefert, die nun am Turm befestigt werden müssen. Nach derzeitiger Planung ist somit eine Bergung der Kuppel im Laufe des Freitagvormittags noch nicht vorhersehbar. Ob dann noch das zu erwartende Tiefdruckgebiet mit Gewitterschauern Einfluss auf die Bergung am Freitag hat, muss abgewartet werden



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