• Christian Eckardt

LNG-Fähre “Greenferry 1“ erreicht Cuxhaven


Elbfährdienst nach Brunsbüttel soll am 1. März aufgenommen werden Am vergangen Mittwochabend traf die neue Elbefähre „Greenferry I“ im Cuxhavener Fischereihafen aus Norwegen kommend ein. Dort wird die 130 Meter lange Auto-Personenfähre in den nächsten Wochen auf den Einsatz auf der Fährstrecke vom Cuxhavener Steubenhöft nach Brunsbüttel vorbereitet. Die neue Fährgesellschaft Elbferry GmbH hat die 14 Jahre alte LNG-Fähre, die zuletzt unter dem Namen „Fanafjord“ westlich von Stavanger verkehrte, für zunächst ein Jahr bareboat eingechartert.


Nach kleineren Umbauten am Rumpf und einigen ersten Probefahrten soll die bis zu 212 Passagiere sowie 150 PKW und 28 LKW im Ober und Unterdeck transportierende „Greenferry 1“ am 1. März den Fährdienst nach Brunsbüttel aufnehmen. Nach dem derzeitigen Fahrplan ist die erste Abfahrt um 5.00 Uhr in Brunsbüttel und ab Cuxhaven um 6.30 Uhr geplant. Dann soll alle drei Stunden eine Abfahrt am Steubenhöft in Cuxhaven erfolgen, die letzte Abfahrt in Cuxhaven erfolgt um 21.30 Uhr. Während der rund einstündigen Überfahrt steht den Fahrgästen eine Bordgastronomie zur Verfügung, inwieweit dies aktuell mit den Corona-Einschränkungen möglich ist, wird derzeit noch geprüft.

Ziel der Fährlinie ist es, die bestehenden Verkehrswege zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu entlasten und für eine verbesserte Anbindung der Metropolregion Hamburg und Skandinaviens an die Benelux-Staaten sorgen. „Eine zusätzliche Verbindung über die Elbe ist aus verkehrlichen Gründen zwingend erforderlich. Durch die langjährigen großen Baumaßnahmen auf der A7 in Hamburg und die Überlastung der bisherigen Verkehrswege braucht es einer weiteren Fährverbindung über die Elbe", erklärte kürzlich der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann. Von der Fähre würden demnach die verladene Wirtschaft und der Tourismusverkehr der gesamten Küstenregion profitieren. Die Zahlen der Vergangenheit hätten bewiesen, dass ein wirtschaftlicher und dauerhafter Betrieb der Verbindung möglich ist, erklärte Elbferry-Geschäftsführer Heinrich Ahlers bei der Vorstellung des Projektes im letzten Jahr. Die neue Fährverbindung sei zudem eine ökologische Alternative zu den bisherigen Elbquerungen. Die „Greenferry I“ wird mit Flüssigerdgas betrieben, ein alternativer Kraftstoff, eine umweltfreundlichere Alternative zu den bisherigen konventionellen Schiffsdiesel-Kraftstoffen. Damit werden die Emissionen und Schadstoffe in der Luft so deutlich reduziert, erklärten die Betreiber. Gesellschafter des Fährunternehmens Elbferry sind die Reederei Strahlmann und die MTB New Energy aus Brunsbüttel.


Neben Heinrich Ahlers gehören die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter Tim Brandt und Christian Strahlmann zur Führungsriege des neuen Unternehmens. Ahlers verfügt dabei über einen großen Erfahrungsschatz in der Hafen- und Logistikwirtschaft sowie Erfahrungen im Fährverkehr. Mit Christian Strahlmann, Geschäftsführer der alteingesessenen Brunsbütteler Reederei Erwin Strahlmann GmbH & Co. KG sowie Tim Brandt, Geschäftsführer der MTB new energy GmbH, einem modernen Unternehmen für innovative Erneuerbare-Energie-Technologien, die richtigen Partner an Bord.


Mittlerweile wurden auf der homepage auch die aktuellen Preise und Abfahrtszeiten veröffentlicht:


https://elbferry.com

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