Maersk-Container stürzt an Bremerhavener Stromkaje auf Bunkerboot

Keine Personen verletzt
Während eines Verladevorgangs stürzte am Sonntagnachmittag an der Stromkaje in Bremerhaven ein Container auf ein dort liegendes Bunkerboot, wie die Wasserchutzpolizei Bremen jetzt mitteilte. Dabei handelt es sich um das 85,8 Meter lange und unter deutscher Flagge fahrende Bunkerboot „Weser-Service“ (IMO 8611154).
Der beschädigte Container, beladen mit Stahlplatten, wurde anschließend auf die Pier geborgen. Für das ebenfalls beschädigte Bunkerboot wurde ein Auslaufverbot ausgesprochen. Es wurde durch den Lotsen zum Kaiserhafen am Liegeplatz bei der Bunkerstation verbracht. Dort befindet sich derzeit der abgestürzte blaue Container der Reederei Maersk noch auf dem Oberdeck.
Glücklicherweise wurden bei dem Vorfall keine Personen verletzt. Gefahrgut trat nicht aus und am Containerschiff entstand kein Sachschaden. Gegen den verantwortlichen Fahrer der Verladebrücke wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Die weiteren Umstände des Unfalls werden von Seiten der Wasserschutzpolizei weiter geprüft.

Das 1986 in den Niederlanden erbaute Bunkerboot verfügt über acht Laderäume mit einem Gesamtvolumen von 1.702 Kubikmetern, von denen vier Gasöl aufnehmen, die übrigen vier Tanks fassen das Öl-Wassergemisch, das als Slop oder Sludge bezeichnet wird. Die Förderrate des Bootes beträgt 120 Kubikmeter die Stunde. Die „Weser-Service“ gehört der in Bremerhaven ansässigen UTG Unabhängige Tanklogistik, eine Gesellschaft der Bremer Diersch & Schröder-Gruppe.
Fotos: Wolfhard Scheer



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