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  • AutorenbildChristian Eckardt

„Manara“ von Cruise Saudi nimmt für eine Dockung Kurs auf Rotterdam



Ende Juli wird Kreuzfahrtschiff in Bremerhaven zurückerwartet


Seit fast genau einem Jahr liegt nun schon das Kreuzfahrtschiff „Manara“ von Aroya Cruises, eine Marke des saudischen Kreuzfahrtunternehmens Cruise Saudi, für umfangreiche Umbauarbeiten an der südlichen Stromkaje in Bremerhaven. Bis auf eine Testfahrt hatte das Schiff den Liegeplatz in dieser Zeit nicht verlassen. Am Dienstagvormittag hieß es dann aber doch „Leinen los“. Denn bei der niederländischen Werft Damen Verolme in Rotterdam steht nun eine mehrwöchige Dockliegezeit an. Hierbei sollen die Antriebsaggregate und auch das Unterwasserschiff gewartet werden. Weiterhin wird der Kreuzfahrer dort einen neuen Rumpfanstrich erhalten. Bis Ende Juli, so die aktuelle Planung, bleibt das 335 Meter lange und bis zu 3.376 Passagiere fassende Schiff (151.300 BRZ) in Rotterdam. Dann geht es zurück nach Bremerhaven, für die abschließenden Umbauarbeiten vor allen in den Innenbereichen, die unter dem Management von Bredo Dry Docks erfolgen.


Bevor die „Manara“ aber die Seestadt verlassen konnte, mussten zunächst noch ein halbes Dutzend Rettungsboote an Bord genommen werden, die in den vergangenen Monaten auf dem Gelände der Lloyd Werft umfangreich überholt wurden.


Cruise Saudi, die zu 100 Prozent im Besitz des staatlichen Investmentfonds Public Investment Fund mit Sitz in Jeddah ist, hatte im letzten Jahr für Aroya Cruises die ehemalige „World Dream“ von Genting Cruises für rund 330 Millionen Dollar ersteigert. Seit Juni 2023 wird das Schiff an der Stromkaje in Bremerhaven im Auftrag der Bredo-Werft umgebaut. Dabei wird das Schiff vollständig entkernt und von entsprechenden Partnerunternehmen wie MJM Marine und der DeWave-Group wieder neu aufgebaut.


Die Arbeiten an der „Manara“ sollen im späten Herbst beendet sein, damit das Schiff ab Dezember ihren Dienst im Roten Meer aufnehmen kann. Aroya Cruises bezeichnet sich selbst als erste arabische Kreuzfahrtlinie und bietet dazu seinen Gästen auf See und an Land arabische Erlebnisse. So wird die „Manara“ unter anderem über fünf kostenlose Restaurants, elf Spezialitätenrestaurants sowie zwölf Cafés und Lounges verfügen. Aroya biete eine große Auswahl an F&B-Optionen aus der ganzen Welt, darunter libanesische, italienische und asiatische. Zu diesen gastronomischen Einrichtungen gehört IRTH, das erste saudische Restaurant auf See, das traditionelle arabische Gerichte serviert.


Zu den Reiserouten gehören Aufenthalte auf der Privatinsel von Cruise Saudi sowie Besuche wichtiger Reiseziele am Roten Meer, darunter Ägypten und Jordanien, denn trotz der anhaltenden Sicherheitskrise in der Region, die viele Kreuzfahrtgesellschaften dazu veranlasst hat die Region um das südliche Afrika zu umfahren, hält das Unternehmen an seinem Dezember-Starttermin im Roten Meer fest. Kreuzfahrten können jetzt über die Buchungswebsite von Aroya Cruises gebucht werden.


Dr. Jörg Rudolph, Präsident von Aroya Cruises, sagte dazu kürzlich: „Die Einführung unserer Kreuzfahrtlinie auf kommerziellen Märkten ist ein wichtiger Meilenstein sowohl für Aroya Cruises als auch für die Tourismuslandschaft in Saudi-Arabien.“ „Wir freuen uns, dass die Öffentlichkeit nun Kreuzfahrten bei uns buchen kann, da wir bestrebt sind, die Bedeutung von Urlaub in Arabien neu zu erfinden. Wir sind unserer Mission treu geblieben, ein bemerkenswert arabisches Kreuzfahrtangebot für Gäste auf See und an Land zu schaffen, kommerziell und nachhaltig, und wir freuen uns darauf, dies mit unseren Passagieren zu teilen.“


Die ersten Kreuzfahrten werden drei Nächte dauern, mit Abfahrt in Jeddah und einem Tag auf See, gefolgt von einem Besuch auf der Privatinsel von Cruise Saudi. Im Januar 2025 folgt eine Sieben-Nächte-Kreuzfahrt, bei der dann auch Jeddah, Ain Sokhna und Sharm El Sheikh in Ägypten sowie Aqaba in Jordanien angelaufen werden sollen. Weiterhin plant das Unternehmen auch Kreuzfahrten durch den Golf und das Mittelmeer, obwohl künftige Kreuzfahrten im Arabischen Golf eine Durchfahrt durch die Straße von Bab Al Mandeb erfordern würden. Daher werde man erst einmal abwarten, bis die Sicherheitslage geklärt ist, so die Reederei.


Aroya Cruises plant langfristig, innerhalb von zehn Jahren zwei weitere Kreuzfahrtschiffe in Betrieb zu nehmen um jährlich rund 1,3 Millionen Passagiere zu befördern. Zwar zielt das Kreuzfahrtunternehmen zwar vornehmlich auf Passagiere aus dem Nahen Osten ab, aber es sind an Bord Gäste aller Regionen willkommen.


Die Unterbringungsmöglichkeiten an Bord der „Manara“ werden zukünftig in einer der 400 preislich erschwinglichen Innenkabinen bis hin zu exklusiveren Suiten und sogar Penthouses mit privaten Balkonen und erstklassigen Unterhaltungssystemen reichen. An Bord werden dann auch die Vielzahl von Annehmlichkeiten für Entspannung und Wohlbefinden weiter genutzt, wie zum Beispiel ein Spa- und Wellnesscenter, Fitnesseinrichtungen und natürlich mehrere Schwimmbäder. Ferner werden auch spezielle Aktivitäten und Kurse wie Yoga, Meditation und andere Wellness-Programme angeboten.

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