• Christian Eckardt

Neubau der Kaje 66 am Nordende der Columbskaje steht bevor


Aktuell wichtiges Infrastrukturprojekt für die bremischen Häfen


Der Neubau der Kaje 66, dem Eckbereich zwischen der Columbuskaje und der Einfahrt zur Nordschleuse an der Weser, im stadtbremischen Überseehafengebiet kann beginnen. Der Auftrag wurde jetzt durch bremenports an die Arbeitsgemeinschaft TAGU/Züblin vergeben. In den kommenden 18 Monaten wird die 320 Meter lange Kaje 66 neugebaut. Die Projektkosten betragen 17,7 Millionen Euro, die sich Bund und Land tielen Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling erklärte hierzu: „Die Kaje 66 ist für uns ein wesentliches Bauprojekt, da sie die Zufahrt zu der Nordschleuse sichert, die jährlich von rund 2000 Seeschiffen passiert wird. Nach mehreren Havarien war die Standfestigkeit, der ursprünglich im Jahr 1965 in Betrieb genommenen Kaje nicht mehr gegeben.“ Nordschleuse und Kaiserschleuse bilden die Zufahrt zum abgeschleusten Überseehafen in Bremerhaven. Im Falle von Sanierungsarbeiten an der Kaiserschleuse ist die Nordschleuse die einzige Zufahrt. Als eine Begrenzung der wasserseitigen Zufahrt zur Nordschleuse befindet sich die Kaje somit an einem sensiblen Knotenpunkt im Bremerhavener Hafengebiet.


Zuletzt war im Jahr 2017 die Spundwand der Kaje 66 durch eine Havarie mit einem Autotransporter schwer beschädigt worden und führte zu erheblichen Versackungen hinter der Uferwand auf der Landseite. Aufgrund des schlechten Gesamtzustands der Kaje wurde hier bisher lediglich eine provisorische Reparatur des Schadens vorgenommen. Auch der alte RoRo-Anleger der ehemaligen Englandfähre wird im Rahmen der Sanierung rückgebaut. Zwischen 1967 und 1982 verkehrten die Fährschiffe „Prinz Hamlet“ und später „Prinz Oberon“ zwischen der Wesermündung und der englischen Hafenstadt Harwich.


bremenports-Geschäftsführer Robert Howe erklärte: „Die Zufahrt zur Nordschleuse ist für die bremischen Häfen von größter Bedeutung. Deshalb dürfen wir uns hier keine baulichen Schwächen leisten. Mit dem Bau einer neuen Kaje stellen wir die erforderliche Betriebssicherheit für die Schleuse für viele Jahre sicher.“


Der Neubau im Detail:

•Eine kombinierte Spundwand wird vor der Kaje errichtet und mit Schrägpfählen, beziehungsweise im nördlichen Abschnitt mit einer horizontalen Verankerung mittels Rundstahlankern verankert. Die Spundwand wird mit einer temporären Spundwandentwässerung ausgestattet.

•Der ehemalige Fähranleger der bereits seit Jahrzehnten nicht mehr bestehenden „Englandfähre“ wird zurückgebaut.

•Die Anschlussbereiche zur Columbuskaje und zur nördlichen Vorhafenkaje werden hergestellt.

•Der Bereich hinter der neuen Spundwand wird mit Sand verfüllt.

•Die Oberflächenbefestigung von rund 4000 Quadratmetern wird zurückgebaut und anschließend wiederhergestellt.

•Der Korrosionsschutz wird aufgetragen.

•Die neue Spundwand wird mit Steigeleitern, Haltekreuzen und Fendern ausgerüstet.


Senatorin Schilling erklärte hierzu: „Wir arbeiten systematisch daran, unsere Häfen auch für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen. So ist der Neubau der Kaje 66, neben dem Neubau der Columbuskaje, dem Neubau der Nordmole in der Einfahrt zur Geestemündung und der Kapazitätserweiterung bei der Hafeneisenbahn eines der zentralen Projekten zur Verbesserung der Hafeninfrastruktur, die wir im Haushalt hinterlegt haben.“

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