• Christian Eckardt

Norwegisches Kreuzfahrtexpeditionsschiff „Spitsbergen“ wird im Kaiserhafen gedockt



Das norwegische Expeditionskreuzfahrtschiff „Spitsbergen“ von Hurtigruten Expeditions, das schon seit Mitte November 2021 bei Bredo Dry Docks im Fischereihafen in Bremerhaven liegt, wurde jetzt mit Schlepperhilfe in den Zweigbetrieb in den Kaiserhafen I überführt. Im Schwimmdock VI stehen nun Dock- und Wartungsarbeiten an dem 97,53 Meter langen Schiff an. Über den genauen Umfang kann die Werft keine Angaben machen. Auf der homepage der Reederei wird unter anderem erwähnt, dass beim Werftaufenthalt auch das Bistro Brygga auf Deck 5 in ein Science Center umgewandelt werden soll.



Die „Spitsbergen“, benannt nach der größten Insel des Svalbard-Archipels in Norwegen, ist mit einer Bruttoraumzahl von 7.025 BRZ vermessen. Sie wurde 2009 auf der portugiesischen Werft Viana do Castelo als Fährschiff „Atlantida“ erbaut. Doch der Auftraggeber Atlanticoline verweigerte seinerzeit die Abnahme, da die Vertragsgeschwindigkeit von 19 Knoten für den Fährdienst zu den Azoren nicht erreicht wurde. Anschließend lag das Schiff in Lissabon auf. Nach dem Ankauf durch Hurtigruten im Frühjahr 2015 wurde es zunächst auf den vorläufigen Namen „Norway Explorer“ umgetauft. Vor dem Einsatz in den polaren Gewässern erfolgten dann auf der schwedischen Werft Oresund Drydocks in Landskrona Umbauarbeiten, bei dem die Kabinen, Suiten und öffentlichen Bereiche modernisiert wurden. Nach dem Umbau kann die „Spitsbergen“ nun bis zu 243 Gäste aufnehmen.



In der Zeit von September bis Mai fährt es regulär entlang der norwegischen Küste und wird meist für den Rest des Jahres für weltweite Expeditions-Kreuzfahrten eingesetzt, sei es in arktischen Gewässern als auch vor der westafrikanischen Küste und zu den Kapverdischen Inseln im nächsten Jahr. Lt. aktuellem Fahrplan der Reederei ist als erste Reise in diesem Jahr im April eine 13-tägige Fahrt von der norwegischen Hafenstadt Bergen nach Schottland und zu den Shetland-Inseln vorgesehen.

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