• Christian Eckardt

Notreparatur für russischen Frachter in Bremerhaven



Inzwischen ist der Anblick von Schiffen unter russischer Flagge durch die EU weiten Sanktion gegenüber Russland inzwischen auch in deutschen Häfen die Ausnahme. Doch für eine Notreparatur machte jetzt im SSW-Werfthafen in Bremerhaven das russische Frachtschiff „Pola Gali“ fest. Der 141 Meter lange und 16,98 Meter breite und erst 2021 erbaute Bulker hatte beim Ablegen in Brake ein Festmacherseil in eine der beiden Ruderpropeller bekommen und konnte so seine Rückfahrt nach St. Petersburg nicht sicher fortführen. Zunächst lag das Schiff zwei Tage auf Blexen-Reede vor Bremerhaven auf. Nach vielen notwendigen Abstimmungen zwischen dem örtlichen Hafenagenten, der Schiffsagentur Seebode, und den zuständigen Hafenbehörden im Zusammenhang mit den Auflagen der Russland-Sanktionen, konnte dann aber in Hinblick auf die Sicherheit der 11-köpfigen Crew an Bord, eine schnelle Lösung für die Entfernung des Festmacherseils gefunden werden. Dies war für einen weiteren sicheren Fahrbetrieb des Schiffes, das heißt unter Einsatz der beiden Ruderpropeller, notwendig.


Am frühen Freitagmorgen konnte die „Pola Gali“ im alten SSW-Werfthafen im Fischereihafen in Bremerhaven festmachen, wo Taucher absteigen konnten, um das Festmacherseil aus der Schraube zu entfernen. Am Mittag waren die Arbeiten abgeschlossen und der Bulker kann die Seestadt wieder mit Kurs auf den Nord-Ostsee-Kanal und dann weiter in Richtung St. Petersburg verlassen.


Die „Pola Gali“ (6.305 BRZ) mit der Baunummer 593 gehört zur Bauserie von 25 eisverstärkten (russische Eisklasse „Ice2“) Küstenmotorschiffen unter der Bezeichnung „Projekt RSD59“ die vom Marine Engineering Bureau, Sankt Petersburg entworfen worden sind. Seit 2017 sind auf der Krasnoye Sormovo Shipyard in Nowgorod als auch auf der Nevsky Shipyard, in Schlüsselburg in der Oblast Leningrad, bis zum letzten Jahr 14 Schiffe dieses Typs mit einer Tragfähigkeit von 8.144 tdw gebaut worden, geplant sind mehr als 50 Einheiten dieses Typs, die in den Abmessungen den Begrenzungen des Wolga-Don-Kanals (Volga-Don-Max) entsprechen. Als Eigner fungiert die russische State Transport Leasing Company (STLC), betrieben werden sie von Pola Rise und beeredert von dem Unternehmen INOK in Sankt Petersburg.

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