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  • AutorenbildChristian Eckardt

Seltenes Flottentreffen von drei Einheiten von Hurtigruten Expeditions in Bremerhaven



Am vergangen Samstagmorgen (18.03.2023) traf aus Bergen kommend das norwegische Expeditionskreuzfahrtschiff „Otto Sverdrup“ im Fischereihafen ein und sorgte so für zumindest einen Tag für ein nicht ganz alltägliches Flottentreffen von gleich drei Einheiten von Hurtigruten Expeditions in der Seestadt.


Schon seit zwei Wochen liegt das Expeditionskreuzfahrtschiff „Maud“ im Schwimmdock IV bei Bredo Dry Docks für allgemeine Dockarbeiten aber auch für umfangreiche Innenumbauarbeiten, wobei diese Arbeiten nicht von der Bremerhavener Werft, sondern von einem von der Reederei direkt beauftragten Dienstleister durchgeführt werden. Zunächst sorgte das Expeditionskreuzfahrtschiff „Spitsbergen“ als Hotelschiff für die Crew und die Mitarbeiter der Fremdfirmen. Da aber die „Spitsbergen“ ab dem 23. März zur ersten Reise in diesem Frühjahr aufbricht, wurde der Einsatz als Hotelschiff dieses Expreditionskreuzfahrtschiffes nun am Samstag eingestellt.


Hierzu verholte die „Spitzbergen“ zwischenzeitlich zum Kühlhauskai im Fischereihafen, wo am Samstagmorgen nun als dritte Einheit von Hurtigruten Expeditions nun die „Otto Sverdrup“ festmachte, die aber auch für allgemeine Wartungs- und Dockarbeiten bei der Bredo Werft eintraf. Zuvor legte die „Otto Sverdrup“ am Morgen direkt vor der „Spitsbergen“ an, damit die Crewmitglieder der „Maud“ mit Ihrem Gepäck nun auf das neue Hotelschiff umziehen konnten. Erst am Samstagmittag wurde dann die „Otto Sverdrup“ im Schwimmdock IV bei Bredo eingedockt, das Dock hatte zuvor die „Maud“ verlassen.


Alle drei Expeditionskreuzfahrtschiffe sind schon fast Dauergäste bei Bredo. So war die „Maud“ nicht nur 2021 schon in Bremerhaven, sondern auch schon vor ein paar Jahre zuvor, unter dem bisherigen Namen „Midnatsol“. Die 135,75 Meter lange „Maud“ (16.151 BRZ) wurde nach der letzten Modernisierung vor zwei Jahren auf der norwegischen Kleven Werft, nach dem berühmtesten Polarschiff aller Zeiten benannt, der „Maud“ von dem norwegischen Polarforscher Roald Amundsen von 1917 umbenannt. Die damalige "Maud" erhielt ihren Namen von der ersten Königin Norwegens. Sie hatte außerdem ihren Namensvetter in Hurtigrutens Flaggschiff von 1925, „DS Dronning Maud“.


Das Expeditionskreuzfahrtschiff „Spitsbergen“ lag schon im letzten Winter über eine längere Zeit in Bremerhaven. Die 97,53 Meter lange „Spitsbergen“, benannt nach der größten Insel des Svalbard-Archipels in Norwegen, ist mit einer Bruttoraumzahl von 7.025 BRZ vermessen. Sie wurde 2009 auf der portugiesischen Werft Viana do Castelo als Fährschiff „Atlantida“ erbaut. Doch der Auftraggeber Atlanticoline verweigerte seinerzeit die Abnahme, da die Vertragsgeschwindigkeit von 19 Knoten für den geplanten Fährdienst zu den Azoren nicht erreicht wurde. Anschließend lag das Schiff in Lissabon auf. Nach dem Ankauf durch Hurtigruten im Frühjahr 2015 wurde es zunächst auf den vorläufigen Namen „Norway Explorer“ umgetauft. Vor dem Einsatz in den polaren Gewässern erfolgten dann auf der schwedischen Werft Oresund Drydocks in Landskrona Umbauarbeiten, bei dem die Kabinen, Suiten und öffentlichen Bereiche modernisiert wurden. Nach dem Umbau kann die „Spitsbergen“ nun bis zu 243 Gäste aufnehmen. Nach dem Verlassen von Bremerhaven am Samstagnachmittag startet das Schiff am 23.03.23 in Glasgow eine 11-tägige Reise in die Irische See.


Auch die „Otto Sverdrup“ lag schon des Öfteren bei Bredo im Dock. Das im Jahr 2002 in Norwegen auf der Kleven Werft erbaute 138,5 Meter lange und 21.5 Meter beite, als „Finnmarken“ erbaute Kreuzfahrtschiff mit einer Vermessung von 15.900 BRZ verfügt nach einem umfassenden Umbau im Jahr 2020 über eine Passagierkapazität von 919 Gästen in 263 Kabinen und verkehrt für das Hurtigruten-Tochterunternehmen Hurtigruten Expedtions. Anders als die Schiffe auf der täglich bedienten Küsten-Postschiffsroute handelt es sich bei den Reisen mit der „Otto Sverdrup“ um reine touristische Kreuzfahrten ohne Fährpassagiere. In der Hauptsaison wird das Schiff hauptsächlich für den deutschen Reisemarkt vom Start-Zielhafen Hamburg aus eingesetzt.



Alle Fotos Christian Eckardt

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