• Christian Eckardt

Verstärkungskatamaran für den Helgoland-Verkehr erreicht Cuxhaven


„San Gwann" der FRS Helgoline startet erst ab Samstag nach Helgoland


Am Mittwochmorgen (17.6.) erreichte der Katamaran „San Gwann“ aus Südspanien kommend den Lübbertkai in Cuxhaven. Hier wird der Katamaran für die FRS Helgoline in den nächsten Tagen für die Helgolandsaison als Verstärkung für den „Halunder Jet“ nun hergerichtet. Ab kommenden Samstag, den 20. Juni und nicht wie ursprünglich geplant ab dem 19. Juni 2020 kommt der Katamaran nun erstmals zum Einsatz. Wie die Reederei FRS Helgoline, ein Tochterunternehmen der FRS-Gruppe aus Flensburg, mitteilte, fährt der Katamaran täglich ab nur ab Cuxhaven zur Nordseeinsel Helgoland und ermöglicht den Besuchern mit rund 6 Stunden den längsten Inseltaufenthalt! Die FRS Helgoline unterstützt mit diesem zusätzlichen Schiff somit die Helgoländer Wirtschaft in diesen Zeiten. Dies geschieht natürlich unter sorgfältiger Abwägung der aktuellen Situation und Rücksicht aufeinander. So wurden seitens der Reederei bewusst gestaffelte Abfahrtszeiten gewählt, um die Besucherzahl an den Häfen Cuxhaven und Helgoland zu entzerren. Auch wird weiterhin auf die Besucherzahlen der Hochseeinsel geachtet, denn die Passagierkapazität der beiden Katamarane „Halunder Jet“ und „San Gwann“ ist in Hinblick auf die Abstandsregelungen auf maximal 658 Fahrgäste reduziert, dass beide zusammen nicht die eigentliche Kapazität des "Halunder Jet" mit 680 Passagieren erreichen.


Die „San Gwann“ wird täglich um 10.00 Uhr in Cuxhaven ablegen und mit einer Reisegeschwindigkeit von rund 35 Knoten in rund 1 ½ Stunden nach Helgoland zu fahren . Um 17.00 Uhr tritt der Katamaran die Fahrt zurück auf das Festland an. Der Helgolandaufenthalt beträgt rund sechs Stunden. Sonntags legt der Katamaran bereits um 08.30 Uhr ab, um dann nach einem vierstündigen Inselaufenthalt um 14.00 Uhr zurück nach Cuxhaven zu fahren. Dabei ist diese Abfahrtszeit speziell für Urlauber gedacht, die nach ihren Check out der Unterkunft auf Helgoland zeitnah die Heimreise antreten möchten, teilte die Reederei mit. Der „Halunder Jet“ wird weiterhin um 9.00 Uhr von den Hamburger St. Pauli Landungsbrücken aus die Insel Helgoland direkt ansteuern. Im Juli und August fährt die „San Gwann“ übrigens dienstags nicht nach Helgoland, sondern bietet Tagesausflüge nach Hamburg an.


Der Katamaran „San Gwann“ war bei der Ablieferung 2001 von der norwegischen Fjellstrand Werft mit einer Geschwindigkeit von 40 Knoten eines der schnellsten Fährschiffe weltweit. Angetrieben wird die Fähre von vier MTU-Hauptmaschinen mit einer Leistung von 9.280 kW. Der 51 Meter lange und 12 Meter breite Katamaran kann normalerweise bis zu 427 Passagiere und sogar bis zu 20 Fahrzeuge befördern. Das Schiff bietet komfortable Sitze auf zwei klimatisierten Passagierdecks. Es gibt zwei Bar-Theken, eine in jedem Passagierraum. Aktuell sind alle aktuellen Sicherheitsmaßnahmen an Bord umgesetzt worden, um gemeinsames, sicheres Reisen ermöglichen zu können. Durch die Reduzierung der maximalen Fahrgäste auf maximal 234 können die gebotenen Mindestabstände zueinander eingehalten werden, teilte die Reederei jetzt mit.


Erbaut wurde der Katamaran für einen Fährdienst zwischen Malta und Sizilien, später kam er auch zwischen Venedig und Kroatien zum Einsatz. Im Jahr 2011 verkehrte die „San Gwann“, benannt nach der zweitgrößten Stadt auf der Inselrepublik Malta, für die Reederei Venezia Lines zwischen Bari und Durres in Albanien. Bis im vergangenem Jahr war die „San Gwann“ für die FRS Tochtergesellschaft FRS Caribbean für einen 2016 eröffneten Fährdienst in der Karibik aktiv und verkehrte zwischen Miami und den Bahamas. Zuletzt lag das Schiff im südspanischen Hafen von Algeciras auf und sollte eigentlich ab diesem Frühjahr zu den Kapverdischen Inseln verchartert werden. Durch die aktuelle Corona-Pandemie, mit der auch auf den Kapverden zu kämpfen haben, konnte das Schiff die Charter jedoch nicht antreten.


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