• Christian Eckardt

Zwei norddeutsche Schlepper zukünftig für Boluda im Mittelmeer im Einsatz

Aktualisiert: Okt 22



„VB Weser“ und „VB Jade“ vor 21 Jahren in Lauenburg gebaut


Bei der Schleppreederei Boluda-Towing gibt es derzeit einige Verlegungen von Flottenmitgliedern innerhalb Europas. So wurden die beiden 21 Jahre alten Voith-Schneider-Schlepper „VB Weser“ und „VB Jade“ mit einem Pfahlzug von rund 70 Tonnen aus Norddeutschland abgezogen. Diese werden zukünftig im spanischen Mittelmeerhafen Castellon, rund 60 Kilometer nördlich von Valencia in bare-boat-charter eingesetzt, betrieben werden die Schlepper von Redwise. Im Gegenzug wurde der Rotor-Tug „VB Emoe“ (90 Tonnen Pfahlzug) aus dem belgischen Hafen Zeebrügge abgezogen und nach Wilhelmshaven verlegt. Der Hybrid-Rotor-Tug „RT Evolution“ mit einer Pfahlzugleistung von 84 Tonnen kommt hingegen in Bremerhaven zum Einsatz. Dieser war zuvor auf der Themse in London beschäftigt.



Die „VB Weser“ und „VB Jade“ wurden auf der Hitzler-Werft in Lauenburg seinerzeit für die bremische Schleppreederei URAG erbaut, die im Jahr 2017 von Boluda übernommen wurde. Seit der Ablieferung waren die Schlepper sowohl in der Hafenassistenz in der Weser und an der Jademündung aber auch für Offshore-Einsätze bei den deutschen Windparks im Einsatz.

Während sich die „VB Weser“ schon seit ein paar Tagen in Spanien befindet, trat die „VB Jade“ am Dienstag die rund 10-tägige Überführungsreise in Bremerhaven an. Zuvor wurde das Schiff noch auf St. Vincent & Grenadine umgeflaggt. Der neue Heimathafen ist nun Kingston anstatt Bremen wie bisher. Die Überführung des 33 Meter langen Schleppers nach Spanien wird dabei von dem niederländischen maritimen Dienstleistungsunternehmen Redwise durchgeführt.



Vor vier Jahren verkaufte die Linnhoff Schiffahrt die Schlepperreedereien URAG und Lütgens & Reimers (L&R) an das spanische Schifffahrtsunternehmen Boluda Corporación Marítima, das heute, nach der Übernahme der Schleppaktivitäten wie der niederländischen Kotug-Gruppe, über eine Flotte von über 300 Schleppern verfügt, die in Häfen in Spanien, Frankreich, Nordafrika und Lateinamerika operieren. Zur Verwaltung der in Deutschland eingesetzten Schlepper wurde in Bremen seinerzeit die neue Gesellschaft Boluda Deutschland gegründet.

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