• Christian Eckardt

Zweite Meko-Fregatte hat Schiffbauhalle bei Stahlbau-Nord verlassen



Wasserung erfolgt wieder im Neustädter Hafen in Bremen


An diesem Wochenende erfolgte bei Stahlbau-Nord in Bremerhaven das so genannte Roll-Out für die zweite von drei Meko-Fregatten, die das zur Rönner-Gruppe gehörende Unternehmen in den vergangenen Monaten in der Lunehalle im Bremerhavener Fischereihafen produziert hat. Die drei Fregatten entstehen im Unterauftrag für die Kieler Werft TKMS für die ägyptische Marine.



Schon am Freitag öffnete sich das große Tor II der so genannten Lunehalle wieder vollständig. Ab dem frühen Samstagmorgen wurde die geschätzt rund 2.500 Tonnen schwere und noch namenlose Fregatte im Kriechtempo auf Schwerlastfahrzeugen (SPMT) aus der Halle gefahren. Am Sonntag erfolgte dann an der Labradorpier die Verschiebung auf den 95 Meter langen Schwerlastponton „BHV Innovation“. Dieser Ponton mitsamt der Fregatte wird dann in den nächsten Tagen, wie auch schon beim Vorbau, mit Schlepperhilfe nach Bremen in den Neustädter Hafen überführt. Hier steht dann die schwierigste Aufgabe an, die Wassererung des Pontons mitsamt der 120 Meter langen Fregatte. Dies erfolgt durch die Flutung der Ballastwassertanks des Schwerlastpontons, der sich durch das Gewicht dann langsam absenkt, so weit, dass die Fregatte anschließend frei im Wasser schwimmt.



Anschließend wird die neue Fregatte wieder nach Bremerhaven zur Labradorpier vor der Lunehalle geschleppt, wo dann die weitere Ausrüstung des Schiffes erfolgt. Hier liegt schon das Anfang Juli auf den Namen „Al Aziz“ getaufte Schwesterschiff zur Ausrüstung. Wann und wo die finale technische Ausrüstung und auch Bewaffnung der „Al Aziz“ erfolgen wird, ist immer noch unbekannt. Von Stahlbau-Nord werden keine Anfragen zu diesem Thema beantwortet.



Derzeit befindet sich in der Schiffbauhalle noch eine weitere im Bau befindliche Fregatte dieses Typs, die vermutlich bis zum Jahresende zu Wasser gelassen wird. Nicht bestätigt wurden bislang Meldungen, dass die ägyptische Marine noch eine vierte dieser Fregatten erhalten soll, die dann aber nicht bei Stahlbau-Nord, sondern in Ägypten gefertigt wird. Die Bundesregierung hatte den Rüstungsexport genehmigt und gibt auch Exportkredit-Garantien für den Milliarden-Auftrag.

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