„MSC Preziosa“ erstmalig zum Passagierwechsel in Bremerhaven statt Hamburg

Sturmtief sorgt für Fahrplanwechsel von Kreuzfahrtreedereien
So voll war es schon lange nicht mehr beim Bremerhaven Cruise Port am Sonntag, machten doch gleich zwei größere Kreuzfahrtschiffe fest, eines davon außer planmäßig Aufgrund der aktuellen Stürme Austen und Bolero führt dieses zu zahlreichen Routenveränderungen bei den Kreuzfahrtreedereien in Nordeuropa. Denn starke Winde und hoher Seegang können ein sicheres Befahren von engen Flüssen nicht immer sicherstellen. Dieses gilt auch für besonders große Kreuzfahrt- aber auch Containerschiffe zum Beispiel auf der Elbe.
Dies führte jetzt bei mehreren Kreuzfahrtreedereien zu Fahrplanänderungen und bei MSC Cruises zu einer Verlegung des ursprünglichen Ein- und Ausschiffungshafens für die „MSC Preziosa“ von Hamburg nach Bremerhaven.

Nicht nur, dass die bis zu 2.500 Passagiere fassende „Mein Schiff 3“ von TUI Cruises aufgrund der Wetterbedingungen schon am Samstagnachmittag statt erst am Sonntagmorgen an der Columbuskaje zur Ausschiffung festmachte. Auch die „MSC Preziosa“ kam als „Sturmopfer“ am späten Samstagabend beim Bremerhaven Cruise Port am Südende der Columbuskaje statt in Hamburg an. Denn für die Elbe gelten bei starken Winden unter Umständen auch Einlaufverbote, so dass MSC Cruises zur Sicherheit auf der Rückreise von Southampton nun das Terminal für die Ein- und Ausschiffung wählte, erstmalig an der Unterweser. Das 333 Meter lange Schiff kann bei maximaler Belegung bis zu 3.500 Passagiere befördern, wieviel nun in Bremerhaven ausgeschifft bzw. für die anstehende Metropolenreise wieder eingeschifft wurden ist bislang nicht bekannt.
Von MSC Cruises gibt es hierzu bislang noch kein offizielles Statement. Jedoch ist davon auszugehen, dass viele Passagiere mit einem Busshuttle von Hamburg nach Bremerhaven gefahren werden. Zudem wurde für die internationalen Transitgäste an Bord, von der Erlebnis Bremerhaven kurzfristig noch ein Ausflugsprogramm zusammengestellt wurde.

Details hierzu wurden bei der Erlebnis angefragt, bislang gibt es hierzu aber noch keine Rückmeldung.
Nach aktueller Planung ist ein Auslaufen der „MSC Preziosa“ für Sonntagabend vorgesehen. Die Rückkehr des Schiffes wird dann aber wieder planmäßig am 1. November in Hamburg erfolgen. Die Reise führt in das belgische Zeebrügge, in die holländische Hafenmetropole Rotterdam, Le Havre und dann nach Southampton.
Schon die vorherige Reise, die am 18. Oktober in Hamburg startete, war durch den Sturm im Ärmelkanal und der Nordsee von Abweichungen vom ursprünglichen Reisefahrplan betroffen. Auf der Reise konnte nur Rotterdam planmäßig angelaufen werde. Der französische Hafen von Bremerhavens Partnerstadt Cherbourg konnte gar nicht angesteuert werden. Der Aufenthalt in Le Havre, der meistens für einen Besucher Gäste von Paris genutzt wird, wurde stark verkürzt. Dadurch konnte die „MSC Preziosa“ schon am Donnerstag statt am Freitag in Southampton festmachen.
Damit machte nach mehr als 10 Jahren wieder ein MSC-Kreuzfahrtschiff am Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven fest.

Bei der 2013 in Frankreich erbauten „MSC Preziosa“ handelt es sich um das vierte Kreuzfahrtschiff der Fantasia-Klasse, zu den Schwesterschiffen gehören sonst noch die „MSC Divina“ sowie die etwas kleineren „MSC Fantasia“ und „MSC Splendida“. Die „MSC Preziosa“ wurde ursprünglich unter dem Namen „Phoenicia“ geplant und von der libyschen Staatsreederei GNMTC bestellt. Als Auftraggeber fungierte seinerzeit Hannibal Gaddafi, Sohn des damaligen libyschen Machthabers Muammar GaddafiDoch schon während der Bauphase wurde das Schiff im Jahr 2012 an MSC Cruises verkauft und 2013 in Dienst gestellt.



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